04 March 2026, 09:27

Tausende fordern in Frankfurt Freiheit für den Iran nach Angriffen durch Israel

Eine Gruppe von Menschen hält Flaggen vor einem Gebäude mit Fenstern und einer Laterne, mit Pflanzen und Fahrzeugen im Hintergrund, unter einem dunklen Himmel während einer anti-israelischen Demonstration.

Applause for US Intervention at Iran Protest in Frankfurt - Tausende fordern in Frankfurt Freiheit für den Iran nach Angriffen durch Israel

Über 1.000 Menschen versammelten sich in Frankfurt, um gegen die iranische Führung zu protestieren – ausgelöst durch die jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran. Die unter dem Motto "Freiheit und Demokratie im Iran" abgehaltene Demonstration zog nach Polizeischätzungen bis zu 1.300 Teilnehmer auf ihrem Höhepunkt an. Viele trugen Bilder von Reza Pahlavi, dem im Exil lebenden Sohn des letzten Schahs von Iran, und signalisierten damit ihre Unterstützung für seine mögliche Rolle in einem demokratischen Wandel.

Die Kundgebung begann am Goetheplatz und zog anschließend durch die Innenstadt bis zum Römerberg. Die Veranstalter hatten die Proteste bereits vor den jüngsten Militärschlägen geplant, doch die Spannungen verschärften sich nach den Angriffen. Einige Demonstranten sprachen sich offen für ein militärisches Eingreifen der USA aus und sahen darin einen notwendigen Schritt für einen Wandel im Iran.

Reza Pahlavi, eine zentrale Figur der Demonstration, äußerte sich nicht direkt zum Frankfurter Protest. In einer kürzlich veröffentlichten Audiobotschaft rief er die Iraner jedoch dazu auf, sich auf neue Proteste vorzubereiten, und behauptete, die Islamische Republik stehe vor dem Kollaps. Er riet der Bevölkerung, vorerst zu Hause zu bleiben, bis weitere Anweisungen folgten, und forderte die Sicherheitskräfte auf, sich vom Regime abzuwenden. Pahlavi bezeichnete die US-Aktionen zwar als humanitäre Intervention, mahnte Präsident Trump aber, die Sicherheit der Zivilbevölkerung in den Vordergrund zu stellen.

Viele Protestierende hielten Plakate und Fahnen mit Pahlavis Konterfei hoch – ein Zeichen für ihren Glauben an seine Führungsrolle. Seine Anhänger sehen in ihm eine Schlüsselfigur für Irans demokratische Zukunft, auch wenn seine genaue Rolle unter den Oppositionsgruppen umstritten bleibt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Frankfurter Protest spiegelte die wachsende Unzufriedenheit mit der iranischen Regierung wider, die durch die jüngsten Militärschläge noch verstärkt wurde. Die Polizei verzeichnete keine größeren Zwischenfälle, doch die Veranstaltung unterstrich die Spaltungen in der Frage ausländischer Einmischung und der Zukunft des iranischen politischen Systems. Pahlavis Aufruf zur Bereitschaft deutet darauf hin, dass in den kommenden Wochen mit weiteren Demonstrationen zu rechnen ist.