Thüringen erhöht Führungsgehälter um Millionen – Opposition protestiert gegen teure Reformen
Berndt MitschkeLinke kritisiert steigende Kosten im Finanzministerium - Thüringen erhöht Führungsgehälter um Millionen – Opposition protestiert gegen teure Reformen
Das Thüringer Finanzministerium plant in den kommenden Jahren eine deutliche Erhöhung der Ausgaben für Führungspositionen. Allein die Personalkosten werden von 2,3 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 2,9 Millionen Euro bis 2026 steigen. Oppositionspolitiker haben bereits Bedenken wegen der wachsenden Belastungen geäußert.
Finanzministerin Katja Wolf (BSW) verteidigte die Ausweitung und begründete sie mit der anstehenden Reform des kommunalen Finanzausgleichs. Sie betonte, dass zusätzliche Führungsstellen notwendig seien, um die Veränderungen wirksam umzusetzen.
Die Gesamtkosten für die neuen Positionen – inklusive Personal- und Sachausgaben – werden bis 2026 voraussichtlich rund 4 Millionen Euro erreichen. Das entspricht einem stetigen Anstieg von 3,3 Millionen Euro im Jahr 2023 und 2,8 Millionen Euro im Jahr 2024. Die Linke kritisierte die Pläne scharf und warf der Koalitionsregierung Heuchelei vor. Ein Sprecher warf den Verantwortlichen vor, sie würden „über Wasser reden, aber Wein trinken“, wenn es um die Kontrolle der Ausgaben gehe. Die Opposition forderte zudem konkrete Vorschläge, um die Bedürfnisse der Thüringer Bürgerinnen und Bürger vor Verwaltungsausgaben zu priorisieren. Ein Großteil des Anstiegs geht auf neue Stellen zurück, die 2026 geschaffen werden sollen – sowohl Gehälter als auch Betriebskosten treiben das höhere Budget voran.
Die Führungskosten des Ministeriums werden bis 2026 deutlich steigen, getrieben durch Reformen und Neubesetzungen. Während Kritiker weiter nach überzeugenderen Begründungen verlangen, hält die Regierung die Maßnahmen für unverzichtbar, um die finanzielle Neuordnung voranzutreiben.
