06 February 2026, 06:11

Thüringen investiert eine Milliarde Euro für den Glasfaserausbau bis 2030

Ein detailliertes altes Stadtplan von Wannfried, Deutschland, das Straßen, Gebäude und andere Merkmale mit Textanmerkungen zeigt.

Ausbau von Glasfasernetzen in Thüringen - was muss ich wissen? - Thüringen investiert eine Milliarde Euro für den Glasfaserausbau bis 2030

Thüringen verfügt derzeit über die niedrigste Glasfaser-Anschlussquote Deutschlands – nur 24 Prozent der Haushalte sind an das schnelle Netz angeschlossen. Doch das Land treibt den Ausbau nun mit einem Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro voran, das bis 2030 läuft. Zwar gibt es Fortschritte in Städten und ländlichen Regionen, doch die Versorgung bleibt ungleich verteilt.

In den vergangenen zwei Jahren wurden vor allem in Städten wie Erfurt, Jena und Gera sowie in Landkreisen wie dem Ilm-Kreis und dem Saale-Holzland-Kreis große Ausbaumaßnahmen umgesetzt. Die Telekom begann Anfang 2024 mit den Arbeiten in Erfurt, die voraussichtlich bis Ende 2025 abgeschlossen sein sollen. Deutsche Glasfaser startete Mitte 2024 mit dem Ausbau in Jena und strebt bis Mitte 2026 eine Abdeckung von 80 Prozent an. In Gera sollen die Arbeiten 2025 beginnen, während der Ilm-Kreis seinen Ausbau bis Sommer 2026 abschließen will.

Private Anbieter wie die Telekom und Deutsche Glasfaser kündigen weiterhin großflächige Projekte im ganzen Land an. Gleichzeitig haben kürzlich über 25.000 Haushalte in kleineren Gemeinden die Genehmigung für einen Glasfaseranschluss erhalten, weitere 21.000 Adressen sollen bald folgen. Dank öffentlicher Förderung entstehen in vielen Fällen die Hausanschlüsse kostenfrei für die Eigentümer – vorausgesetzt, es schließen sich genug Anwohner in der Umgebung an.

Trotz dieser Bemühungen bleiben die Unterschiede groß: Während der Landkreis Hildburghausen mit einer Anschlussquote von 43 Prozent führend ist, hinkt Weimar mit nur 5 Prozent hinterher. Besonders im Fokus stehen unterversorgte Regionen mit geringer wirtschaftlicher Attraktivität. Wird der Ausbau mit öffentlichen Mitteln finanziert, muss die Infrastruktur auch anderen Anbietern offenstehen. Die Kosten für die Modernisierung der hauseigenen Verkabelung tragen jedoch weiterhin die Eigentümer, um die volle Leistung des neuen Netzes nutzen zu können.

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Anwohner können den Stand des Glasfaserausbaus in ihrem Landkreis über die Website der Thüringer Glasfaser-Gesellschaft verfolgen.

Mit der Milliarde Euro soll Thüringens digitale Spaltung bis 2030 überwunden werden. Immer mehr Haushalte erhalten Zugang, während die Ausbauprojekte in Städten und ländlichen Gebieten voranschreiten. Noch aber sind die Anschlussquoten sehr unterschiedlich – manche Regionen liegen weit vorn, andere warten noch auf den Ausbau.