05 March 2026, 12:10

Thüringen kämpft mit sinkenden Wasserreserven und plant dringende Maßnahmen

Ein detaillierter Weltkartenplakat, der vorgeschlagene Öl- und Gasleitungen, wichtige Städte und Gewässer zeigt, mit begleitendem Text, der die Zwecke und Vorschläge der Leitungen beschreibt.

Thüringen investiert 20 Millionen Euro in die Wasserversorgung - Thüringen kämpft mit sinkenden Wasserreserven und plant dringende Maßnahmen

Thüringen steht vor langfristigen Wasserknappheiten, da die Grundwasserspiegel sinken und die Talsperren weniger Wasser führen. In den vergangenen zehn Jahren lag die verfügbare Wassermenge nur bei etwa der Hälfte des langjährigen Durchschnitts früherer Jahrzehnte. Nun ergreifen die Behörden Maßnahmen, um die zukünftige Trinkwasserversorgung zu sichern.

Zwischen 2011 und 2020 stand Thüringen rund 50 Prozent weniger Wasser zur Verfügung als im Zeitraum von 1961 bis 1990. Die Ohra-Talsperre erreichte kürzlich ein kritisch niedriges Niveau, was Anpassungen bei der Winter- und Frühlingswasserspeicherung erzwang. Zudem prüfen die zuständigen Stellen, ob die Schmalwasser-Talsperre wieder für die Trinkwasserversorgung genutzt werden könnte.

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Das Land investiert etwa 20 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um die Wasserinfrastruktur zu modernisieren. Die Mittel fließen in den Ausbau der Vernetzung zwischen Versorgungsregionen, die Erweiterung des Fernleitungsnetzes sowie in neue Aufbereitungs- und Speicheranlagen. Zudem sollen Tiefbrunnen gebohrt werden, um die Reserven aufzustocken.

Neben der Kapazitätserweiterung liegt ein Fokus auf der Reduzierung von Wasserverlusten in maroden Leitungsnetzen. Die Maßnahmen sollen die Region widerstandsfähiger gegen anhaltende Engpässe machen.

Die Modernisierungen werden Thüringen helfen, die schwindenden Wasserressourcen effizienter zu bewirtschaften. Angesichts zunehmender klimabedingter Belastungen setzt das Land sowohl auf Infrastrukturverbesserungen als auch auf ein klügeres Talsperrenmanagement. Ziel ist es, die stabile Trinkwasserversorgung auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten.