08 February 2026, 10:20

Thüringen rettet kleine Kitas vor der Schließung durch neue Finanzhilfen

Eine kleine weiße Schule in einer grünen Wiese mit ein paar Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Kinderschwund: Diese Ideen könnten Thüringens Kindergärten helfen - Thüringen rettet kleine Kitas vor der Schließung durch neue Finanzhilfen

Die Thüringer Landesregierung plant Änderungen am Kindertagesstättengesetz, um kleinere Kitas vor der Schließung zu bewahren. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der sinkende Geburtenraten und eine alternde Bevölkerung die Finanzlage von Einrichtungen mit wenigen Kindern belasten. Ohne Unterstützung drohten weitere Schließungen, warnen Behördenvertreter.

2024 verzeichnete das Bundesland ein historisches Geburtendefizit: Im Schnitt kamen täglich nur 32 Kinder zur Welt, während 83 Menschen starben. Dieser demografische Wandel setzt viele Kindertagesstätten unter Druck, insbesondere solche mit weniger als 50 angemeldeten Kindern. Über 21.000 Kinder in Thüringen besuchen solche kleinen Einrichtungen, rund 1.500 davon sind in Kitas mit weniger als 21 Betreuungsplätzen.

Bildungsminister Christian Tischner und die Regierungskoalition haben nun finanzielle Maßnahmen vorgeschlagen, um Schließungen zu verhindern. Ein Plan sieht zusätzliche Zuwendungen pro Kind für kleinere Kitas vor. Ein weiterer Ansatz sind Anreize für Fusionen oder ein "Stammhausmodell", bei dem eine größere Einrichtung mehrere kleinere unterstützt. Die Linke fordert eine Grundfinanzierung – einen festen Sockelbetrag plus kindbezogene Mittel –, um gefährdete Kitas zu erhalten.

Die SPD behauptet, die Vorschläge bestätigten ihre bereits im vergangenen Sommer erhobenen Forderungen nach Handlungsbedarf. Konkrete Daten, wie viele Kitas mit weniger als 21 Plätzen seit 2020 geschlossen oder Plätze abgebaut haben, liegen jedoch nicht vor.

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Ziel der Novelle ist es, kleinere Kindertagesstätten durch finanzielle Entlastung zu stabilisieren. Bei Annahme der Änderungen könnten weitere Schließungen in einem Land verhindert werden, in dem die niedrigen Geburtenzahlen die Nachfrage nach Betreuungsplätzen weiter sinken lassen. Die Regierung bleibt darauf fokussiert, die Kinderbetreuung trotz demografischer Herausforderungen flächendeckend zu sichern.