29 December 2025, 04:28

Thüringen schließt Aufnahmezentren: Warum immer weniger ukrainische Geflüchtete kommen

Gebäude links, Himmel oben und Antennen rechts.

Thüringen schließt erstes Aufnahmelager für Ukrainer - Thüringen schließt Aufnahmezentren: Warum immer weniger ukrainische Geflüchtete kommen

Thüringen verzeichnet starken Rückgang ukrainischer Geflüchteter

In Thüringen ist die Zahl der aus der Ukraine ankommenden Geflüchteten deutlich gesunken. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre nahm das Land Zehntausende auf, doch aktuelle Zahlen zeigen einen spürbaren Rückgang. Mehrere Erstaufnahmeeinrichtungen wurden bereits geschlossen, da die Nachfrage sinkt.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 nahm Thüringen im ersten Jahr mehr als 30.000 Geflüchtete auf. Mittlerweile beläuft sich die Gesamtzahl der ukrainischen Ankünfte auf 50.861. Doch der Zuzug hat sich seither deutlich verlangsamt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit Januar 2024 sind nur noch rund 2.800 Menschen angekommen – im Schnitt etwa 12 pro Tag. Dieser Rückgang führte zur Schließung mehrerer Aufnahmezentren. Die Einrichtung in Werther, die einst 1.359 Geflüchtete beherbergte und Platz für 150 Personen gleichzeitig bot, stellte ihren Betrieb ein. Ähnliche Schließungen folgten in Hermsdorf und Jena im Juni 2023.

Landesweit beherbergen staatliche Einrichtungen derzeit nur noch 274 Geflüchtete aller Nationalitäten – ein Rückgang von 2.300 im Dezember 2023. Die Aufnahmeeinrichtung in Suhl bleibt vorerst geöffnet, soll aber 2025 durch einen Neubau ersetzt werden.

Der Rückgang der Ankünfte ermöglicht es Thüringen, die Aufnahmekapazitäten zu reduzieren. Da weniger als 300 Geflüchtete in landeseigenen Unterkünften leben, rückt nun die langfristige Integration in den Fokus. Die für 2025 geplante neue Einrichtung in Suhl markiert den nächsten Schritt dieses Übergangs.