27 January 2026, 16:49

Thüringen setzt auf neues EU-Indien-Abkommen für mehr Exportchancen und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Ein Plakat mit einer bunten Karte von Indien umgeben von der Schrift "Eine Große Industrie, Wo Unser Tee Herkommt" in fetter schwarzer Schrift.

Thüringen hofft auf Export-Anstieg durch EU-Indien-Handelsabkommen - Thüringen setzt auf neues EU-Indien-Abkommen für mehr Exportchancen und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Die Thüringer Landesregierung begrüßt das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien als große Chance für heimische Unternehmen. Beamte sehen in der Vereinbarung eine Möglichkeit, den europäischen Handel zu diversifizieren und wirtschaftliche Abhängigkeiten von einzelnen Währungen wie dem Dollar oder Euro zu verringern. Das Abkommen soll Zölle auf wichtige Exportgüter wie Autos, Maschinen und Pharmaprodukte senken oder ganz abschaffen.

Die Vereinbarung, die noch in diesem Jahr in Kraft treten könnte, folgt auf rechtliche Prüfungen und die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten sowie des Europäischen Parlaments. Sie schafft eine der größten Freihandelszonen der Welt mit rund 1,8 Milliarden Verbrauchern. Die Europäische Kommission schätzt, dass europäische Exporteure dadurch jährlich etwa 4 Milliarden Euro an Zöllen sparen und die EU-Wirtschaft um rund 22 Milliarden Euro wachsen wird.

Thüringen exportiert derzeit Waren im Wert von 180 Millionen Euro nach Indien – etwa ein Prozent der gesamten Ausfuhren des Landes. Wirtschaftsministerin Colette Boos-John betrachtet das Abkommen als deutlichen Schub für die heimische Exportwirtschaft. Zudem öffnet der indische Markt sich für bestimmte europäische Agrar- und Lebensmittelprodukte.

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Um diese Dynamik zu nutzen, wird Ministerpräsident Mario Voigt noch in diesem Jahr eine Delegationsreise nach Indien anführen. Ziel der Reise ist es, neue Exportmöglichkeiten für Thüringer Unternehmen auszuloten. Voigt betonte, dass das Abkommen die wirtschaftliche Souveränität Europas stärkt, indem es die Abhängigkeit von einzelnen Währungen wie dem Dollar oder Euro verringert.

Das Abkommen verspricht niedrigere Handelsbarrieren für Thüringens Schlüsselsektoren – von Maschinenbau bis Pharmazie. Falls es wie geplant umgesetzt wird, könnte es den Marktzugang für lokale Firmen erweitern und die Exportvolumina steigern. Die anstehende Delegationsreise der Landesregierung soll diese Chancen in konkrete Geschäftsabschlüsse umsetzen.