25 December 2025, 20:18

Thüringens Fischzüchter kämpfen mit Dürre – doch der Karpfen bleibt unangefochtene Nummer eins

Ein Boot auf einem Teich mit ein paar Menschen darin, umgeben von Gras, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Teich in Ilmenau leer gepumpt - Thüringens Fischzüchter kämpfen mit Dürre – doch der Karpfen bleibt unangefochtene Nummer eins

Fischzuchtbetriebe in Thüringen beenden Herbsternte – Karpfen bleiben Hauptprodukt

Die Fischfarmen in Thüringen haben ihre Herbsternte abgeschlossen, wobei der Karpfen einen beträchtlichen Teil der Produktion ausmacht. Im vergangenen Jahr erbrachte die Region 807 Tonnen Speisefisch, darunter allein 165 Tonnen Karpfen. Doch die diesjährige Saison war von Herausforderungen geprägt: Dürre und hohe Sommertemperaturen setzten vielen Betrieben zu.

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Die Ernte folgt auf einen schwierigen Sommer für die Fischzüchter. Steigende Wassertemperaturen und anhaltende Trockenperioden schufen ungünstige Bedingungen für die Aufzucht und das Wachstum der Fische. Zur Unterstützung der Branche stellte das Umweltministerium rund 180.000 Euro an nachträglichen Fördermitteln bereit.

In Thüringen widmen sich etwa 50 Betriebe der Zucht von Speisefisch. Traditionelle Methoden kommen weiterhin zum Einsatz: Im Herbst werden die Teiche abgelassen, um die Fische effizient mit Netzen zu fangen. Zu den diesjährigen Fängen zählen Karpfen, Schleien und andere Süßwasserarten. In Ilmenau wurde kürzlich ein 16 Hektar großer Teich im Rahmen der saisonalen Ernte geleert. Der Teichlandschaftsverband Ilmenau erwartet etwa vier Tonnen Fisch, überwiegend Karpfen. Anders als in anderen Regionen gibt es in Ilmenau keine gewerblichen Fischfarmen, sodass die lokalen Produzenten von den extremen Wetterbedingungen im Sommer nicht betroffen waren.

Die Herbsternte ist nun abgeschlossen, und der Karpfen bleibt das dominierende Produkt unter Thüringens Speisefischen. Zwar haben die Fördergelder die finanzielle Belastung etwas gemildert, doch blicken die Züchter mit Sorge auf künftige Wetterextreme. Die rund 50 Betriebe der Region bereiten sich nun auf den nächsten Zuchtzyklus vor.