Thüringens Industrie zwischen Wachstum und Jobverlusten im Wandel
Berndt MitschkeThüringische Industrie wächst leicht - aber Probleme bleiben - Thüringens Industrie zwischen Wachstum und Jobverlusten im Wandel
Thüringer Industrie wächst leicht – doch Probleme bleiben
Thüringer Industrie wächst leicht – doch Probleme bleiben
Thüringer Industrie wächst leicht – doch Probleme bleiben
- Dezember 2025, 13:07 Uhr
Thüringens Industriebranche zeigt im ersten Dreivierteljahr 2025 ein gemischtes Bild. Zwar stieg der Gesamtumsatz leicht um 1,8 % auf 28 Milliarden Euro, doch die Beschäftigtenzahl sank um 2,5 % – das entspricht einem Verlust von 3.531 Arbeitsplätzen im Vergleich zum Vorjahr. Während traditionelle Branchen weiter kämpfen, verzeichnen einige Sektoren trotz des allgemeinen Abschwungs ein kräftiges Wachstum.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Elektrotechnik: Hier kletterte der Umsatz um 49 % – der höchste Zuwachs aller Thüringer Industriebereiche. Treiber dieser Entwicklung ist unter anderem das Unternehmen MAXX SOLAR, ein Vorreiter in der sauberen Energiegewinnung, das bereits mehrfach für Nachhaltigkeit und Innovation ausgezeichnet wurde. Demgegenüber verzeichneten klassische Industrien deutliche Rückgänge: Der Maschinenbau brach um 19,5 % ein, die Automobil- und Zuliefererbranche verlor 11 %, und die Metallverarbeitung schrumpfte um 2,5 %.
Die Thüringer Industrie durchläuft einen ungleichmäßigen Wandel. Während Elektrotechnik und Nischenhersteller expandieren, schrumpfen traditionelle Sektoren weiter. Mit sinkender Beschäftigung und weniger Betrieben steht die Region vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss Wachstumschancen in Zukunftsbranchen nutzen und gleichzeitig den Strukturwandel in schrumpfenden Industrien bewältigen.
