15 January 2026, 14:50

Thüringens Landwirte bauen weniger Zuckerrüben an – trotz stabiler Erträge

Eine Biene auf dem Boden umgeben von trockenen Blättern.

Aufwärtstrend bei der Zuckerrübenkultivierung gestoppt - Thüringens Landwirte bauen weniger Zuckerrüben an – trotz stabiler Erträge

Zuckerrüben bleiben ein zentraler Rohstoff für die Lebensmittelindustrie und werden weit verbreitet in Süßwaren, Backwaren und Getränken verarbeitet. Doch in Thüringen bauen Landwirte die Pflanze inzwischen seltener an. Nach Jahren des Wachstums ist die Anbaufläche für Zuckerrüben 2025 deutlich geschrumpft auf rund 10.800 Hektar, ein Rückgang von 1.600 Hektar (11 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

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Über ein Jahrzehnt lang hatten Thüringens Landwirte den Anbau von Zuckerrüben kontinuierlich ausgeweitet. Die Erträge waren stabil: 2025 lag der Durchschnitt bei 74 Tonnen pro Hektar – etwa drei Tonnen über dem langjährigen Mittel. Dennoch ging die Anbaufläche trotz guter Ernteergebnisse zurück, was zu einer Erntemenge von etwa 834.800 Tonnen führte – fast ein Fünftel weniger als in der Rekordsaison 2024. Dieser Trend zeigt sich ähnlich in anderen Regionen wie Sachsen-Anhalt, wo die Anbauflächen um 9 bis 10 Prozent schrumpften. Fachleute führen den Rückgang auf ein Überangebot am Markt zurück, das die Preise gedrückt hat – obwohl Zuckergehalt und Erträge stabil blieben.

Der Rückgang beim Zuckerrübenanbau in Thüringen markiert eine deutliche Wende nach Jahren der Expansion. Mit kleineren Anbauflächen und geringeren Erntemengen ist die Produktion der Region spürbar gesunken. Offensichtlich sind nicht die Erntebedingungen, sondern die Marktlage der Treiber für diese Entwicklung.