Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren vor Hauptversammlung gegen Dividendenpläne
Reingard FaustThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren vor Hauptversammlung gegen Dividendenpläne
Vor der Hauptversammlung von Thyssenkrupp haben Mitarbeiter des Konzerns Proteste organisiert. Die Beschäftigten werfen dem Unternehmen vor, Gewinne über ihre Arbeitsplatzsicherheit zu stellen. Sie fordern die Aktionäre auf, eine geplante Dividendenausschüttung in Höhe von 93 Millionen Euro abzulehnen.
Rund 3.000 Beschäftigte des Stahlherstellers HKM beteiligten sich an den Demonstrationen aus Sorge vor Stellenabbau und einer ungewissen Zukunft. Ihr Vertreter, Klaus Becker, Vorsitzender des Betriebsrats von HKM, forderte einen sozialverträglichen Tarifvertrag.
Die Gewerkschaft IG Metall unterstützte die Proteste und kritisierte Thyssenkrupp dafür, finanzielle Gewinne über die Stabilität der Belegschaft zu stellen. Die Mitarbeiter lehnen insbesondere eine vorgeschlagene Dividende von 15 Cent pro Aktie ab, durch die 93 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet würden.
Die Proteste verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen der Unternehmensführung von Thyssenkrupp und der Belegschaft. Die Beschäftigten setzen sich für stärkere Arbeitsplatzgarantien und eine gerechtere Verteilung der Gewinne ein. Das Ergebnis der Hauptversammlung wird zeigen, ob die Aktionäre die Dividende trotz der Proteste der Mitarbeiter billigen werden.
