Till Lindemanns Opernball-Besuch in Leipzig löst Proteststurm aus
Hilda Dussen vanTill Lindemanns Opernball-Besuch in Leipzig löst Proteststurm aus
Till Lindemann, der 62-jährige Frontmann der Band Rammstein, besuchte am Freitag als Ehrengast den Leipziger Opernball. Die Einladung sorgte für scharfe Kritik, da gegen ihn in der Vergangenheit Vorwürfe sexualisierter Gewalt erhoben wurden. Vor dem Veranstaltungsort versammelten sich Demonstranten, um ihren Protest gegen Lindemanns Anwesenheit zum Ausdruck zu bringen.
Die Kontroverse begann, als der Unternehmer und Veranstaltungssponsor Torsten Fenger Lindemanns Aufnahme unter die rund 40 prominenten Gäste beantragte. Die Ballorganisatorin Vivian Honert-Boddin verteidigte die Entscheidung mit den Worten "Wir schließen niemanden aus" und betonte den wohltätigen Zweck der Veranstaltung – alle Einnahmen flossen in den Fonds "Leipzig hilft Kindern".
Vor der Oper hielten Demonstranten Schilder hoch und skandierten Parolen gegen Lindemanns Anwesenheit. Gruppen wie "Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch", "Omas gegen Rechts", "8. März – Immer" und "Frauenkultur" führten die Proteste an. Beim Eintreffen der Gäste waren Pfiffe und Rufe zu hören.
Lindemann selbst äußerte sich während des Abends nicht zu den Vorwürfen. Über weitere Ehrengäste des Leipziger Balls wurden keine Details bekannt, obwohl Medienberichte stattdessen Prominente für den unrelateden Wiener Opernball 2026 auflisteten.
Trotz der Kritik fand der Ball wie geplant statt, und die Organisatoren blieben bei ihrem inklusiven Ansatz. Die Proteste machten jedoch deutlich, dass die Forderung nach Konsequenzen bei mutmaßlichem Fehlverhalten weiterhin besteht. Die eingenommenen Gelder kommen wie vorgesehen lokalen Kinderhilfsprojekten zugute.
