Tödliches Designerdrogen-Alarm: Cychlorphin breitet sich in Europa aus
Adriana HaufferNeues Designer-Droge im Umlauf - Was Sie wissen müssen - Tödliches Designerdrogen-Alarm: Cychlorphin breitet sich in Europa aus
Ein gefährliches synthetisches Opioid namens Cychlorphin breitet sich in Europa aus und schlägt bei Gesundheitsbehörden Alarm. Der Wirkstoff, der weit stärker als Heroin ist, steht bereits in Verbindung mit Todesfällen in Deutschland und England. Behörden warnen, dass selbst winzige Mengen lebensbedrohliche Reaktionen auslösen können – anders als bei gängigen verschreibungspflichtigen Beruhigungsmitteln.
Cychlorphin taucht in verschiedenen Formen auf, darunter gelbe Tabletten und eine farblose E-Liquid. In Karlsruhe wurden eine beschlagnahmte Flasche und Urinproben positiv auf die Substanz getestet. Sechs Patienten berichteten dort von Wärmegefühlen, Euphorie und Müdigkeit nach der Einnahme.
Die Risiken sind gravierend: Überdosis-Symptome umfassen verlangsamte Atmung, Bewusstlosigkeit und Atemstillstand – weit gefährlicher als die Wirkungen von Drogen wie LSD. Besonders gefährdet sind Personen ohne Opioid-Toleranz sowie Konsumenten von 'Lsd-Pappen'. Zwar kann Naloxon eine Vergiftung rückgängig machen, doch aufgrund der extremen Potenz des Stoffs – geschätzt 50- bis 200-mal stärker als Heroin – könnten mehrere Dosen nötig sein.
Trotz der Gefahren wurden in England Stand Anfang 2026 offiziell keine Todesfälle registriert. Englische Überwachungsbehörden wie die National Crime Agency melden keine bestätigten Todesopfer in Verbindung mit Cychlorphin in ihren Datenbanken. Experten betonen jedoch die Dringlichkeit aktualisierter Drug-Checking-Angebote, um die Ausbreitung des Stoffs besser nachverfolgen zu können.
Cychlorphin stellt eine wachsende Bedrohung dar, mit bestätigten Fällen in Deutschland und England. Seine hohe Wirksamkeit und die vielfältigen Erscheinungsformen machen es besonders riskant. Gesundheitsbehörden fordern erhöhte Vorsicht und bessere Nachweismethoden, um weitere Schäden zu verhindern.
