Tuberkulose-Ausbruch in Thüringen: Zwei Rinderbetriebe und Wildtiere betroffen
Berndt MitschkeTuberkulose-Ausbruch in Thüringen: Zwei Rinderbetriebe und Wildtiere betroffen
Zwei Rinderbetriebe im thüringischen Wartburgkreis von Tuberkulose-Ausbruch betroffen
In zwei Rinderhaltungen im Landkreis Wartburgkreis in Thüringen ist ein Ausbruch von Rindertuberkulose aufgetreten. Wie Behörden bestätigten, hat sich die Krankheit auch auf heimische Wildtiere ausgebreitet – darunter Wildschweine und einen Fuchs. Die zuständigen Stellen haben umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Lage einzudämmen, und betonen, dass zurzeit keine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung bestehe.
Der Erreger wurde bei Rindern auf zwei Betrieben nachgewiesen, von denen einer bereits 2022 Fälle gemeldet hatte. Betroffen ist unter anderem die Warnke Agrar GmbH, ein landwirtschaftlicher Betrieb, der von der Landwirtin Dr. Uta Mitsch geführt wird. Beide Höfe stehen nun unter strenger Quarantäne; alle Rinder werden verpflichtenden Hauttests auf Tuberkulose unterzogen.
Auch das Wild in den umliegenden Jagdrevieren blieb nicht verschont: Bei drei Wildschweinen und einem Fuchs wurde die Krankheit festgestellt. Daraufhin wurde ein gezieltes Überwachungsprogramm gestartet. Jäger und Anwohner wurden angewiesen, Wildbret nur dann zu verzehren, wenn ein negativer Test vorliegt.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wird die Milch der betroffenen Betriebe vor der Verteilung pasteurisiert. Rindertuberkulose, eine Zoonose, kann zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Die Behörden versichern jedoch, dass die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen weiterhin wirksam seien.
Zu den Gegenmaßnahmen zählen Quarantänen, Tests und die Pasteurisierung, um die Übertragung einzudämmen. Die Wildtierüberwachung in den betroffenen Jagdgebieten wird fortgesetzt, und es gelten strenge Richtlinien für den Verzehr von Wildfleisch. Die Behörden betonen, dass für die Bevölkerung zurzeit kein zusätzliches Risiko durch den Ausbruch bestehe.
