Über 100 Top-Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende
Hilda Dussen vanÜber 100 Top-Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende
Über 100 Unternehmer haben Bundeskanzler Friedrich Merz in einem offenen Brief zu einer schnellen Kehrtwende in der deutschen Wirtschaftspolitik aufgefordert. Unter den Unterzeichnern befinden sich prominente Persönlichkeiten wie Zalandos David Schröder und der Airbus-Chef René Obermann. In dem Schreiben formulieren sie zehn Forderungen, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Die Initiative geht auf Verena Pausder zurück, die Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups. Sie präsentierte ein Manifest mit dem Titel „Für eine neue Gründerzeit – jetzt“, das von elf Gründern von Unternehmen mit Millardenumsätzen unterzeichnet wurde, darunter André Schwämmlein von FlixBus und Johannes Reck von GetYourGuide.
Die Unternehmer fordern weniger Bürokratie, um Unternehmensgründungen und -wachstum zu erleichtern. Zudem setzen sie sich für eine eigenständige KI-Infrastruktur in Deutschland ein, die unabhängig von ausländischen Beschränkungen ist. Ein kürzlich verhängtes US-Exportverbot für die KI-Firma Anthropic hat ihrer Forderung zusätzliche Dringlichkeit verliehen.
Zu ihren Kernanliegen gehören eine engere Verzahnung von Forschung, Fachkräften und Wirtschaft. Zudem verlangen sie Milliardeninvestitionen des Staates in Zukunftstechnologien, flankiert von privatem Kapital aus Pensionsfonds. Weitere Punkte umfassen Lockerungen beim Kündigungsschutz für Spitzenverdiener.
Der Brief stößt auf breite Unterstützung – unter den Unterzeichnern sind etwa Thomas Book von der Deutschen Börse und die ehemalige Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Die Unternehmer wollen Deutschlands Position im globalen Technologiewettbewerb sichern. Ihre Vorschläge zielen auf Förderung, Zusammenarbeit und regulatorische Reformen ab.






