07 February 2026, 06:19

Über 150 Schulen in Niedersachsen bleiben wegen Schneechaos geschlossen

Eine Gruppe von Kindern in Helmen und mit Hockey-Schlägern sitzt auf einem Eislaufplatz, mit einer Wand aus Glas und Säulen, Deckenleuchten und Texttafeln im Hintergrund.

Keine Schule wegen Eis - Was Schulleitungen sagen - Über 150 Schulen in Niedersachsen bleiben wegen Schneechaos geschlossen

Mehr als 150 Schulen in Niedersachsen fallen diesen Winter wegen Schnee und Glätte komplett aus

Seit Beginn des Schuljahres 2024/25 haben über 150 Schulen in Niedersachsen aufgrund von starkem Schneefall und vereisten Straßen den Unterricht vollständig eingestellt. Dies bestätigen Berichte der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung (NLpB) sowie lokale Medien wie der NDR. Anders als während der Pandemie gibt es jedoch keinen automatischen Wechsel zum Distanzunterricht, wenn die Schulen ihre Türen schließen.

Die Entscheidung über Schulausfälle liegt in Niedersachsen bei den Landkreisen und kreisfreien Städten – und die Handhabung ist unterschiedlich: Manche Behörden ordnen komplette Schließungen an, andere beschränken sich auf Teilausfälle. Im Gegensatz zur Coronazeit existiert jedoch keine landesweite Regelung, die einen Umstieg auf Online-Unterricht vorschreibt.

Während der Pandemie hatten Schulen Konzepte für das Lernen auf Distanz entwickelt, die sich nach Alter der Schülerinnen und Schüler sowie der verfügbaren Technik richteten. Lehrkräfte eigneten sich Fähigkeiten an, um Unterricht digital zu gestalten. Besonders für jüngere Kinder bleibt ein voller Stundenplan im Netz aber schwer umsetzbar. Stattdessen erhalten Grundschülerinnen und Grundschüler Aufgaben per E-Mail, die sie mit Unterstützung der Eltern zu Hause bearbeiten können.

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Keine Nachteile für Abschlüsse erwartet Matthias Aschern, Vorsitzender des Niedersächsischen Schulleitungsverbandes, versichert Schülerinnen, Schülern und Eltern, dass die winterbedingten Ausfälle keine Auswirkungen auf den Erwerb von Schulabschlüssen haben werden. Zwar ziehen einige Vergleiche zur Pandemie, als langanhaltende Schulschließungen zu messbaren Lernrückständen führten. Doch betonen Verantwortliche, dass die aktuellen Unterbrechungen deutlich kürzer ausfallen.

Da es keine einheitliche Verpflichtung zum Distanzunterricht gibt, entscheiden die Schulen in Niedersachsen bei Extremwetter lokal über das weitere Vorgehen. Lehrkräfte und Schüler greifen dabei auf Strategien zurück, die sie während der Pandemie verfeinert haben, um Lernverluste zu begrenzen. Die Behörden bestätigen derzeit, dass ausgefallene Tage keine Konsequenzen für die Abschlusszeugnisse haben werden.