Umfrage in NRW: FDP überwindet Fünf-Prozent-Hürde – CDU und SPD verlieren deutlich
Hilda Dussen vanUmfrage in NRW: FDP überwindet Fünf-Prozent-Hürde – CDU und SPD verlieren deutlich
Umfragewerte in Nordrhein-Westfalen haben sich in den letzten Monaten deutlich verschoben. Die FDP hat die Fünf-Prozent-Hürde wieder überschritten, während SPD und CDU an Zustimmung verloren haben. Wirtschaftliche Sorgen und die Leistung der Landesregierung stoßen zunehmend auf Kritik in der Bevölkerung.
Die FDP legte um einen Prozentpunkt zu und überwand damit erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Marke. Auch die Grünen verzeichneten Zuwächse und stiegen um zwei Punkte auf 15 Prozent in der Wählergunst. Die von Jochen Ott geführte SPD hingegen verlor drei Punkte und kommt nun auf 17 Prozent.
Auch die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst büßte an Unterstützung ein und fällt mit 32 Prozent um drei Punkte gegenüber Februar. Die rechtspopulistische AfD kletterte hingegen auf 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft im Land.
Die Stimmung zur Wirtschaftslage hat sich weiter verschlechtert. Nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die wirtschaftliche Situation des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust wuchs: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun um ihren Job, sechs Punkte mehr als 2023.
Mit der Arbeit der Landesregierung sind nur noch 42 Prozent zufrieden, ein Minus von sechs Punkten seit Februar. Die wichtigsten politischen Themen für die Wähler in der Region sind mittlerweile Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrspolitik.
Die aktuellen Umfragen spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und der Regierungsarbeit wider. Traditionelle Parteien wie CDU und SPD verlieren an Rückhalt, während kleinere Parteien wie FDP und Grüne hinzugewinnen. Der Aufstieg der AfD auf 17 Prozent markiert eine spürbare Verschiebung im politischen Kräfteverhältnis des Landes.
