28 April 2026, 04:12

Urteil im Frankfurter Prozess gegen brutale Raubüberfälle auf schwule Männer

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Rape Ain't Right: Sexual Assault is a Serious Issue" zeigt, eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Urteil im Frankfurter Prozess gegen brutale Raubüberfälle auf schwule Männer

Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) sein Urteil verkünden. Sechs Angeklagte, darunter auch Minderjährige, müssen sich wegen einer Serie gewaltsamer Raubüberfälle auf schwule Männer verantworten. Der Prozess fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Beteiligten noch nicht volljährig sind.

Die Gruppe wird schwerer Raubdelikte beschuldigt. Laut Staatsanwaltschaft lockten sie ihre Opfer mit gefälschten Dating-Profilen in die Falle. Sobald Vertrauen aufgebaut war, sollen sie die Männer an abgelegene Orte gelockt, dort überfallen, beraubt und misshandelt haben. Die Ermittler deckten zudem auf, dass die Angeklagten ihre Angriffe systematisch aufzeichneten.

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Unter den Beschuldigten befinden sich drei junge Erwachsene und drei Jugendliche. Trotz der Schwere der Taten fanden die Behörden keine Hinweise auf ein organisiertes Netzwerk oder eine politische Motivation hinter den Angriffen. Die meisten Verhandlungsinhalte blieben unter Verschluss, um die Identität der minderjährigen Beteiligten zu schützen.

Die Urteilsverkündung erfolgt in einer öffentlichen Sitzung und markiert damit den Abschluss eines Verfahrens, das große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Das Gericht wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten entscheiden. Bei einer Verurteilung drohen ihnen empfindliche Strafen nach deutschem Recht. Der Fall hat zudem die Besorgnis über gezielte Gewalt, die über Online-Plattformen ermöglicht wird, in den Fokus gerückt.

Quelle