US-Diplomatin besucht Gera: 200 Jahre transatlantische Freundschaft gefeiert
Reingard FaustUS-Diplomatin besucht Gera: 200 Jahre transatlantische Freundschaft gefeiert
Gera empfing am 25. Februar 2026 hochrangigen US-Diplomaten im Rahmen der transatlantischen Beziehungen
Am 25. Februar 2026 begrüßte Gera eine hochrangige US-Diplomatin als Zeichen der fortwährenden transatlantischen Partnerschaft: Courtney Mazzone, Konsulin für politische und wirtschaftliche Angelegenheiten der Vereinigten Staaten, stattete der Stadt einen offiziellen Besuch ab. Die Reise stand im Zeichen des 200-jährigen Jubiläums der US-Konsulardienste in Deutschland und unterstrich die vertieften Verbindungen zwischen beiden Ländern.
Der Besuch betonte zudem die langjährige Beziehung Geras zu den USA – von historischen Konsulatsstandorten bis hin zu modernen Wirtschaftsverflechtungen.
Mazzones Programm begann mit einem Treffen im Geraner Rathaus. Dort tauschte sie sich mit Oberbürgermeister Kurt Dannenberg und Norbert Geißler, dem Vorsitzenden der Städtepartnerschaft Gera–Fort Wayne, aus. Im Mittelpunkt standen die bewährte Partnerschaft zwischen Gera und Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana sowie die durch persönliche Freundschaften, gemeinsame Projekte und regelmäßige Austausche gestärkten Bande.
Anschließend besuchte die Konsulin drei historische Stätten des ehemaligen US-Konsulats im Stadtzentrum: die Adressen Amthorstraße 7, Franz-Mehring-Straße 25 und Kurt-Keicher-Straße 47. Die Orte erinnern an die lange diplomatische Geschichte der Stadt mit den Vereinigten Staaten.
Auch Bildung und Wirtschaft spielten eine zentrale Rolle. Mazzone besuchte die SBBS Wirtschaftsschule, wo sie mit Studierenden über transatlantische Zusammenarbeit und Berufschancen sprach. Die Veranstaltung war Teil des Meet US-Programms, zu dem auch die Reihe American Day gehört – eine gemeinsame Initiative mit dem US-Generalkonsulat zur Förderung von Bildungsaustausch.
Geras Verbindungen zu den USA gehen jedoch über die Diplomatie hinaus. Mit Amazon, einem der größten Arbeitgeber der Stadt, ist ein bedeutender US-Konzern in der Region vertreten. Gleichzeitig zeugen die prächtigen Gründerzeit-Villen noch heute vom einst blühenden Textilstandort Gera, auch wenn diese Branche längst an Bedeutung verloren hat.
Der Besuch unterstrich Geras Rolle als Brücke zwischen Deutschland und den USA. Mazzones Gespräche mit lokalen Verantwortlichen, Studierenden und zivilgesellschaftlichen Gruppen zeigten die anhaltende Zusammenarbeit in Bildung, Wirtschaft und kulturellem Austausch. Das 200-jährige Jubiläum der US-Konsulardienste verlieh den heutigen diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zusätzliche historische Tiefe.
