10 May 2026, 10:08

USA streichen Tomahawk-Pläne in Deutschland – Politik fordert rasche Alternativen

Eine Rakete startet von einem Flugkörper aus, mit Feuer und Rauch, und ein Gebäude ist auf der rechten Seite zu sehen.

USA streichen Tomahawk-Pläne in Deutschland – Politik fordert rasche Alternativen

Deutsche Verteidigungspolitiker drängen auf rasches Handeln, nachdem die USA Pläne zur Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland überraschend gestrichen haben. Die Entscheidung hinterlässt eine Lücke in Europas Fähigkeiten zur langstreckigen Präzisionsschlagkraft. Politiker von SPD und Union fordern nun Verteidigungsminister Boris Pistorius auf, zügig Alternativen zu finden.

Der Abzug der Tomahawk-Raketen durch die USA sollte eigentlich nur eine Übergangslösung sein, bis Europa eigene hochmoderne Waffensysteme entwickelt. Doch mit der Streichung der Pläne wachsen die Sorgen vor einem „Abschreckungsvakuum“. Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, betonte die Dringlichkeit, die europäische Raketenproduktion zu beschleunigen, um die entstandene Lücke zu schließen.

Thomas Erndl, wehrpolitischer Sprecher der CSU, kritisierte die zögerliche Erweiterung der Fähigkeiten der Bundeswehr. Er forderte Pistorius auf, einen „Aktionsplan 2029“ vorzulegen, um eine glaubwürdige Abschreckung zu gewährleisten. Sowohl Möller als auch Erndl waren sich einig, dass weitere Verzögerungen die Sicherheit Europas schwächen könnten.

Möller schlug vor, Kooperationen mit der Ukraine zu prüfen, die über Erfahrung mit bodengestützten Mittelstreckenraketensystemen verfügt. Erndl ergänzte, Deutschland solle zudem innovative Lösungen von heimischen Start-ups in den Blick nehmen, die sich auf Marschflugkörpertechnologie spezialisiert haben. Im Mittelpunkt steht die Suche nach einem schnellen und wirksamen Ersatz für die gestrichene Tomahawk-Stationierung.

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Die Absage der Tomahawk-Pläne zwingt Deutschland nun zum Umdenken in der Verteidigungspolitik. Abgeordnete pochen auf eine beschleunigte Entwicklung eigener Raketensysteme. Ohne zügiges Handeln warnen Experten, dass Europas Abschreckungsfähigkeit in den kommenden Jahren geschwächt bleiben könnte.

Quelle