02 May 2026, 16:09

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Empörung aus

Blauer Kreis mit einem weißen Stern in der Mitte, umgeben von vierfarbigen Flaggen, und der Text "NATO Joint Jet" in Weiß.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Empörung aus

Die USA haben angekündigt, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen – ein Schritt, der quer durch das politische Spektrum auf Kritik stößt. Vertreter der SPD und der CDU äußerten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der langjährigen Verteidigungszusammenarbeit. Die Linkspartei Die Linke hingegen wertete den Abzug als unbedeutend.

Die Entscheidung löste scharfe Reaktionen deutscher Abgeordneter aus. Die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD, Siemtje Möller, bezeichnete den Schritt als „strategisch unbegründet“ und kritisierte die Vorgehensweise von Präsident Trump als „unberechenbar“. Der CDU-Außenexperte Jürgen Hardt warnte, eine Verringerung der US-Präsenz schwäche die seit Jahrzehnten bestehende konventionelle Abschreckung und verwies auf zentrale Stützpunkte wie das EUCOM in Stuttgart und die Ramstein Air Base.

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Der Militäranalyst Carlo Masala wies darauf hin, dass das eigentliche Problem in der Streichung eines für 2024 geplanten Abkommens zwischen den USA und Deutschland über Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen der Dark-Eagle-Klasse liege. Dies schaffe eine kritische Lücke in der Abschreckung gegenüber Russland, die europäische Alternativen kurzfristig nicht schließen könnten. Möller unterstützte diese Einschätzung und forderte europäische Staaten auf, ihre Investitionen in eigene Verteidigungssysteme zu beschleunigen.

Die Linke, die sich seit Langem für die Schließung US-amerikanischer Militärstandorte in Deutschland einsetzt, tat den Abzug als „viel Lärm um nichts“ ab. Der fraktionsvorsitzende Sören Pellmann kritisierte jedoch, dass es keinen Übergangsplan für betroffene Mitarbeiter gebe – ihre Zukunft bleibe damit ungewiss.

Der Truppenabzug wirft Fragen zur Sicherheitsarchitektur Deutschlands und den transatlantischen Beziehungen auf. Ohne klare Ersatzlösungen für die abgezogenen Kapazitäten geraten Politiker unter Druck, die entstehenden Verteidigungslücken zu schließen. Die Debatte verlagert sich nun darauf, wie Europa seine militärische Strategie anpassen wird.

Quelle