VBU warnt vor dramatischen Folgen der geplanten Minijob-Reform für Unternehmen und Arbeitnehmer
Hilda Dussen vanVBU warnt vor dramatischen Folgen der geplanten Minijob-Reform für Unternehmen und Arbeitnehmer
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre geplanten Reformen des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die Organisation warnt, dass die Änderungen den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigen könnten.
Der VBU betont, dass Minijobs in vielen Branchen eine entscheidende Rolle spielen. Handwerksbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), der Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister sowie soziale Einrichtungen seien auf sie angewiesen, um saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe zu überbrücken. Besonders betroffen wären laut Verband Studierende, Rentner, Eltern in Teilzeit, Pflegekräfte und Personen mit Nebeneinkünften.
Die Abschaffung oder starke Einschränkung von Minijobs würde nach Ansicht des VBU einer versteckten Steuererhöhung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichkommen. Der Verband weist darauf hin, dass das aktuelle System bereits durch pauschale Abgaben erhebliche Einnahmen für die Sozialversicherung erbringe. Statt einer Reform fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und die Belastungen für Unternehmen zu verringern.
Die Stellungnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung Änderungen bei den Regeln für geringfügige Beschäftigung prüft. Bisher wurde noch keine endgültige Entscheidung über die Gesetzgebung getroffen.
Der Appell des VBU unterstreicht die potenziellen Risiken einer Minijob-Reform. Unternehmen in Schlüsselsektoren könnten vor noch größeren Personalproblemen stehen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber müssten zudem mit höheren Kosten rechnen, sollten die geplanten Änderungen umgesetzt werden.
