14 March 2026, 18:12

Verlorene Münchner Bar Schwabinger 7 wird als Kunstwerk in Bruckmühl wieder lebendig

Ein prächtiger Raum im Kunsthistorischen Museum München mit einer Statue links, einem Teppichboden, Fotorahmen an den Wänden, einer Glasdecke mit Lichtern und Türen im Hintergrund.

Verlorene Münchner Bar Schwabinger 7 wird als Kunstwerk in Bruckmühl wieder lebendig

Ein verlorenes Stück Münchner Nachtlebensgeschichte wird bald in Bruckmühl ausgestellt. Der Künstler Rupert Dorrer hat ein Foto der legendären Bar Schwabinger 7 in ein beeindruckendes Kunstwerk verwandelt. Das Werk mit dem Titel Schwabinger 7 wird am Montag um 11 Uhr vom neu wiedergewählten Bürgermeister der Stadt feierlich enthüllt.

Die Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar und zog jahrzehntelang ein unkonventionelles Publikum an. Vor ihrem Abriss hielt Dorrer ihre Wand in einer Fotografie fest, die er später in ein mehrschichtiges Mixed-Media-Gemälde auf Holz umsetzte. Mit einer Breite von 140 cm und einer Höhe von 72 cm wurde das Kunstwerk vor zwölf Jahren versteigert und von Denn's Biomarkt erworben.

Nun wurde es als dauerhafte Leihgabe in Dorrers Galerie in Bruckmühl integriert. Dort reiht es sich ein in 140 weitere Werke aus dem Landkreis Rosenheim, die von 1875 bis heute entstanden sind. Über die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes in der Feilitzschstraße 7 ist wenig bekannt, doch der kulturelle Einfluss der Bar lebt in Dorrers Schöpfung weiter.

Dorrer bleibt dem Münchner Stadtteil Schwabing verbunden. Gemeinsam mit dem Künstlerkollegen Waldhauser trifft er sich noch immer am Stammtisch im Grünen Eck in der Marktstraße – ein kleines Stück Nachbarschaftsgeschichte wird so bewahrt.

Die Enthüllung markiert ein neues Kapitel für das Kunstwerk, das nun langfristig in Bruckmühl zu sehen sein wird. Besucher der Galerie können Schwabinger 7 zusammen mit anderen regionalen Werken betrachten und so die Erinnerung an Münchens berühmte Bar wachhalten. Die Veranstaltung beginnt am Montag um 11 Uhr, wenn der Bürgermeister das Werk offiziell präsentiert.

Quelle