11 December 2025, 22:22

Voigt fordert radikale Finanzreform: *„Wer bestellt, muss auch zahlen“*

Ein Stück Papier mit einer Schrift darauf.

Voigt fordert radikale Finanzreform: *„Wer bestellt, muss auch zahlen“*

Thüringens Ministerpräsident Voigt fordert zügige Finanzreform zwischen Bund, Ländern und Kommunen

Teaser: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat eine rasche Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen gefordert. Das Prinzip der Konnexität müsse gelten, sagte er dem „Spiegel“. „Wer bestellt, zahlt – das ist ein ganz normales Prinzip im Alltag.“ Auch der Staat solle sich daran halten. „Es kann nicht sein, dass der Bund ständig [...]“

Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2025, 23:02 Uhr

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Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik

Artikel: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat dringende Reformen der Finanzbeziehungen zwischen dem Bund, den Bundesländern und den Kommunen gefordert. Die aktuellen Haushaltsengpässe trieben Städte und Gemeinden in eine „wirklich kritische“ Lage, warnte er. Seine Äußerungen folgen auf die Ablehnung eines Bundesgesundheitsgesetzes durch Thüringen im Bundesrat vergangene Woche.

Voigt verteidigte die Entscheidung seines Landes, den von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachten Gesetzentwurf zu blockieren. Zwar unterstütze er Pläne zur Bürokratieabbau in der Pflege, andere Teile des Gesetzes lehnte er jedoch ab – darunter Kürzungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro bei der Krankenhausfinanzierung, die seiner Meinung nach die Gesundheitsversorgung in Thüringen gefährden würden.

Voigts Haltung unterstreicht die wachsenden Spannungen bei der Finanzierung zwischen Bund und Ländern. Die Ablehnung des Gesetzes durch Thüringen deutet auf tiefere Meinungsverschiedenheiten hin, wie die Kosten im Gesundheitswesen zu bewältigen sind. Der Streit setzt die Politik nun unter Druck, die finanziellen Strukturen in Deutschland grundlegend zu überdenken.