Voigt will Rente nach Arbeitsjahren statt nach Alter berechnen lassen
Reingard FaustVoigt offen für Ruhestand aufgrund der Arbeitsjahre - Voigt will Rente nach Arbeitsjahren statt nach Alter berechnen lassen
Voigt offen für Rentenmodell nach Arbeitsjahren
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt schlägt Reform des Rentensystems vor – CDU und SPD wollen Prüfung in Rentenkommission
Erfurt, 11. Dezember 2025
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat weitreichende Änderungen am deutschen Rentensystem vorgeschlagen. Kern seiner Ideen ist eine Flexibilisierung des Renteneintritts nach tatsächlich geleisteten Arbeitsjahren statt nach einem festen Renteneintrittsalter. Zudem plädiert er für eine stärkere Verzahnung von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge. CDU und SPD haben nun vereinbart, die Vorschläge in einer anstehenden Rentenkommission zu prüfen.
Voigt setzt sich dafür ein, die Rentenhöhe stärker an die individuelle Erwerbsbiografie zu knüpfen – und nicht an ein starres Renteneintrittsalter. Besonders Arbeitnehmer in Ostdeutschland, die oft später ins Berufsleben starten, könnten davon profitieren. Sein Konzept sieht vor, die drei Säulen der Altersvorsorge (gesetzlich, betrieblich, privat) enger zu vernetzen, um eine bessere Absicherung zu gewährleisten.
CDU und SPD haben bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt, die Reformvorschläge in der Rentenkommission zu erörtern. Geprüft werden soll unter anderem, ob das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus angehoben und strukturelle Anpassungen vorgenommen werden. Die SPD zeigt sich besonders aufgeschlossen für Voigts Ansatz, die Rente an die geleisteten Arbeitsjahre zu koppeln.
Doch nicht alle stehen hinter dem Plan: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) lehnt die Vorschläge kategorisch ab. Voigt regt stattdessen weitere Diskussionen in einer künftigen Sozialkommission an, wobei noch unklar ist, welche Akteure daran beteiligt wären.
Die Rentenkommission wird nun bewerten, ob das Renteneintrittsalter erhöht und das System grundlegend reformiert werden soll. Voigts Modelle könnten die Rentenberechnung vor allem in Ostdeutschland neu gestalten. Der Ausgang hängt von den Verhandlungen zwischen Parteien, Arbeitgebern und Sozialpartnern ab.
