Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsrat weiterführen
Hilda Dussen vanPötsch bleibt VW-Spitzenaufseher - Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsrat weiterführen
Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat Hans Dieter Pötsch für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender vorgeschlagen. Die Nominierung erfolgt im Vorfeld der Hauptversammlung am 18. Juni, auf der die Aktionäre ihre endgültige Entscheidung treffen werden. Pötsch, der den Aufsichtsrat seit über einem Jahrzehnt führt, will das Unternehmen nun durch weitere Herausforderungen steuern.
Pötsch stieg 2003 als Finanzvorstand bei Volkswagen ein und bekleidete diesen Posten zwölf Jahre lang, bevor er 2015 die Leitung des Aufsichtsrats übernahm. Seine Amtszeit war von schweren Krisen geprägt, darunter die Folgen der Porsche-Übernahme in den Jahren 2008 und 2009.
Es folgte der Abgasskandal, der dem Konzern Milliardenstrafen und erhebliche Reputationsschäden in den USA einbrachte. In jüngerer Zeit hat Pötsch den Wandel Volkswagens hin zur Elektromobilität und zur digitalen Transformation begleitet. Die Pandemie sowie geopolitische Spannungen bis 2026 haben die Herausforderungen während seiner Amtszeit zusätzlich verschärft.
Trotz dieser Hindernisse hat Pötsch seine Bereitschaft signalisiert, das Amt weiterzuführen. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Volkswagen in einem unberechenbaren globalen Markt widerstandsfähig bleibe. Über seine Wiederwahl entscheiden nun die Aktionäre auf der anstehenden Versammlung.
Die Abstimmung am 18. Juni wird zeigen, ob Pötsch eine weitere Amtszeit an der Spitze des Konzerns erhält. Bei einer Bestätigung wird er sich darauf konzentrieren, die Stabilität Volkswagens angesichts anhaltender wirtschaftlicher und branchenbedingter Umbrüche zu wahren. Der Vorschlag geht auf eine Empfehlung des Aufsichtsratsausschusses zurück und spiegelt das Vertrauen in seine langjährige Führung wider.






