VW plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Berndt MitschkeVW plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen, von denen bis zu 100.000 Mitarbeiter und vier deutsche Werke betroffen sein könnten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Belastungen durch die aus der Ära Trump stammenden Zölle, der Konkurrenz in China sowie der Kostenvorteile des Tochterunternehmens Škoda.
Der Aufsichtsrat des Konzerns wird am 9. Juli zusammentreten, um die Vorschläge zu prüfen. Gewerkschaftsvertreter und das Land Niedersachsen, ein wichtiger Aktionär, dürften den Plänen widersprechen. Mitarbeitervertreter wurden in der frühen Phase nicht einbezogen – der Betriebsrat erfuhr die Details erst im Nachhinein.
Die finanziellen Schwierigkeiten Volkswagens spiegeln sich auch in der Aktienperformance wider. Die Papiere werden derzeit mit einem KGV von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027 gehandelt, was auf eine mögliche Unterbewertung hindeutet. Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro, bei einem aktuellen Kurs von 72,54 Euro.
Die geplanten Kürzungen könnten die deutschen Aktivitäten des Konzerns grundlegend verändern. Die Entscheidung des Aufsichtsrats im nächsten Monat wird über die weiteren Schritte entscheiden. Investoren beobachten gespannt, wie das Unternehmen die finanziellen und wettbewerbsbedingten Herausforderungen meistert.
