13 March 2026, 08:14

WACKER Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch 2026 keimt Hoffnung

Ein Diagramm, das die Anzahl der durch die COVID-19-Pandemie in den USA betroffenen Unternehmen zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

WACKER Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch 2026 keimt Hoffnung

WACKER Chemie verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit hohem Verlust – leichte Erholung für 2026 erwartet

Die WACKER Chemie AG hat für das Jahr 2025 ein herausforderndes Geschäftsergebnis gemeldet: Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro sowie einen deutlichen Rückgang der Erträge. Trotz der Rückschläge rechnet der Konzern für 2026 mit einer leichten Erholung, getrieben durch Sparmaßnahmen und eine gestärkte Position in Schlüsselmärkten.

Nach einem von schwacher Nachfrage und hohen Energiekosten geprägten Jahr wird zudem keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Umsätze von WACKER sanken 2025 um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro, während das EBITDA um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro einbrach. Als Gründe nannte das Unternehmen geringere Absatzmengen, sinkende Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten. Hinzu kamen die weiterhin hohen Energiekosten in Deutschland, die die Lage zusätzlich belasteten.

Vorstandsvorsitzender Christian Hartel verwies auf branchenweite Probleme, darunter eine schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und Überkapazitäten. Auch die Konkurrenz hatte mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Der japanische Hersteller Tokuyama Corporation drosselte wegen der Energiekosten die Produktion, der niederländische Konzern OCI N.V. sah sich mit Lieferkettenproblemen konfrontiert, und der chinesische Anbieter GCL-Poly verlagerte seinen Fokus auf solargerechtes Polysilizium – auch vor dem Hintergrund von Handelskonflikten.

Trotz dieser Herausforderungen baute WACKER seine Polysilizium-Kapazitäten in Nünchritz und Burghausen aus und steigerte seinen globalen Marktanteil auf etwa 25 bis 30 Prozent – während Mitbewerber ihre Aktivitäten zurückfuhren.

Um die finanziellen Verluste abzufedern, startete das Unternehmen im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE. Damit sollen die jährlichen Kosten um über 300 Millionen Euro gesenkt und weltweit mehr als 1.500 Stellen abgebaut werden.

Für 2026 prognostiziert WACKER ein leichtes Wachstum bei Umsatz und EBITDA, wobei Letzteres voraussichtlich zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro liegen wird. Erste Anzeichen einer Besserung zeigen sich bereits im ersten Quartal 2026: Der Umsatz lag bei rund 1,35 Milliarden Euro, und das EBITDA wird dank der Einsparungen durch PACE das Vorjahresniveau übertreffen.

Die Ergebnisse für 2025 spiegeln ein schwieriges Jahr für die chemische Industrie wider, in dem schwache Nachfrage und hohe Kosten die Gewinne belasteten. Die Sparbemühungen und der Ausbau der Marktposition bei Polysilizium deuten jedoch auf eine vorsichtig optimistischere, aber stabilere Perspektive für 2026 hin.

Die Aussetzung der Dividende für 2025 unterstreicht dabei den Fokus auf finanzielle Erholung und Umstrukturierung.

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