04 January 2026, 02:08

Warum berühmte Musiker fast fünf Jahre früher sterben als andere

Ein Magazincover mit der Aufschrift "Star Log" und Bildern mehrerer Personen.

Warum berühmte Musiker fast fünf Jahre früher sterben als andere

Ruhm fordert seinen Tribut: Berühmte Personen verkürzen das Leben um Jahre

Eine Studie der Universität Witten/Herdecke zeigt: Bekannte Musiker sterben fast fünf Jahre früher als ihre weniger prominenten Kollegen. Die Gefahr eines vorzeitigen Todes steigt mit dem Bekanntheitsgrad deutlich – unabhängig von Vermögen oder Zugang zu erstklassiger medizinischer Versorgung.

Die Idee des "Club 27", einer Gruppe von Stars, die mit 27 Jahren starben, beschäftigt die Öffentlichkeit seit langem. Ikonen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain und Amy Winehouse verloren in diesem Alter ihr Leben, oft durch Drogenmissbrauch oder Suizid. Doch eine Untersuchung im British Medical Journal widerlegte den Mythos vom "verfluchten Alter": Statistisch gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem 27. Lebensjahr und einer erhöhten Sterblichkeit.

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Das eigentliche Problem liegt im Druck, den Ruhm mit sich bringt. Berühmte Musiker haben ein um 33 Prozent höheres Risiko, früh zu sterben, als nicht-prominente Personen. Die häufigsten Todesursachen sind Drogenüberdosen, Alkoholmissbrauch und riskantes Verhalten. Hendrix erstickte nach der Einnahme von Alkohol und Schlaftabletten, Cobain nahm sich unter Heroineinfluss das Leben. Diese Fälle spiegeln ein größeres Muster wider: Stars mit extremer öffentlicher Exposition neigen oft zu selbstzerstörerischen Lebensstilen. Das Phänomen beschränkt sich nicht auf die westliche Popkultur. Auch russische Legenden wie Viktor Zoi und Alexander Baschlatschew starben jung – ein Beleg für die globale Dimension des Problems.

Im Schnitt erreichen berühmte Musiker ein Alter von 75,19 Jahren – mehr als vier Jahre weniger als ihre weniger bekannten Kollegen, die durchschnittlich 79,75 Jahre alt werden. Selbst finanzielle Vorteile wie bessere Ernährung oder medizinische Versorgung können die psychischen und sozialen Belastungen des Ruhms nicht ausgleichen.

Studien bestätigen: Prominenz verkürzt das Leben, unabhängig von sozioökonomischen Vorteilen. Die durchschnittliche Differenz von 4,6 Jahren zwischen berühmten und nicht-berühmten Musikern unterstreicht die dramatischen Folgen der Star-Kultur. Solange die Ursachen – Suchterkrankungen, psychische Krisen und riskantes Verhalten – nicht angegangen werden, wird sich dieses Muster fortsetzen.