22 December 2025, 16:34

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Ein Mann in einem schwarzen Kleid lacht mit einem unscharfen, beleuchteten Hintergrund.

Warum er Donald Trump nicht parodieren will - Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

  1. Dezember 2025, 16:00 Uhr

Hape Kerkeling kehrt nach sechs Jahren Pause auf die große Leinwand zurück. Der Komiker und Schauspieler übernimmt die Hauptrollen in zwei neuen Filmen: Extrawurst und Horst Schlämmer findet das Glück. Sein Comeback markiert nicht nur das Ende einer langen Abwesenheit seit 2021, sondern bringt auch scharfsinnige Gesellschaftskritik mit sich.

In jüngsten Interviews sprach Kerkeling offen über politische Sorgen, Humor im digitalen Zeitalter und warum er Donald Trump vorerst nicht parodieren wird.

Sein erster Film, Extrawurst, hat eine politische Kante. Kerkeling spielt einen engstirnigen, korrupten Rheinländer – eine Figur, die er als Spiegel für Deutschlands Umgang mit großen Themen sieht. Der Film setzt sich direkt mit rassistischen Ressentiments auseinander, ein Thema, das dem Schauspieler offensichtlich unter den Nägeln brennt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Abseits der Leinwand kritisiert Kerkeling eine „seltsame Gleichgültigkeit“ in Deutschland. Er warnt, das Land „rutsche mit Achselzucken in den Autoritarismus“, und verweist auf eine breitere „geistige Erschöpfung“ in der öffentlichen Debatte. Auch die Verrohlung der Online-Diskurse bereitet ihm Sorgen. Humor, so gibt er zu, habe es zunehmend schwer, sich gegen den Lärm durchzusetzen. Seine Haltung erstreckt sich auch auf aktuelle Kontroversen: Zur Empörung über die umstrittenen Äußerungen von Thomas Gottschalk äußerte Kerkeling sich gelassen. Die Aufregung hält er für übertrieben – die Menschen sollten sich lieber auf echte Probleme konzentrieren, statt sich an Nebenschauplätzen abzuarbeiten.

Auf leichterem Ton erklärte er, warum er Donald Trump nicht parodieren wird. Im Gegensatz zu Persönlichkeiten wie Angela Merkel, deren Nachahmung ihm Freude bereitete, fehle Trump jenes sympathische oder liebenswerte Element, das eine Parodie erst lohnenswert mache. Ohne diese Zutat sieht Kerkeling keinen Sinn in der Satire.

Sein zweiter Film, Horst Schlämmer findet das Glück, führt die Figur zurück, die ihn einst berühmt machte. Das Projekt verspricht eine Mischung aus Nostalgie und frischem Erzählstoff, auch wenn Details noch unter Verschluss bleiben.

Kerkelings Rückkehr kommt mit zwei Filmen und einer klaren Botschaft: Extrawurst stellt politische Gleichgültigkeit infrage, während seine öffentlichen Äußerungen die wachsenden Bedenken über Deutschlands Entwicklung unterstreichen. Ob durch Satire oder ernsthafte Reflexion – sein Comeback wird zweifellos Gesprächsstoff liefern.

Beide Filme sollen in den kommenden Monaten Premiere feiern und beenden damit seine lange kreative Auszeit.