20 December 2025, 15:57

Wasserstoff-Aktien: ThyssenKrupp Nucera arbeitet an zukünftiger Technologie, Jindal plant Investition in Greensteel und Nel ASA behält die Lage im Auge!

Ein Auto-Motor mit sichtbaren Rohren und einer Batterie.

Wasserstoff-Aktien: ThyssenKrupp Nucera arbeitet an zukünftiger Technologie, Jindal plant Investition in Greensteel und Nel ASA behält die Lage im Auge!

Wasserstoff-Aktien: ThyssenKrupp Nucera forscht an Zukunftstechnologie, Jindal plant Investitionen in „Green Steel“ – und Nel ASA kämpft um Aufwind!

Vorspann Fortschritte in der Wasserstoffwirtschaft erfordern viel Mut – doch an der Börse wird dies nicht immer belohnt. Fehlender Schwung, wie bei Nel ASA, macht die Lage nicht einfacher.

Veröffentlichungsdatum 3. November 2025, 14:30 Uhr

Schlagwörter Innovation, Aktien, Trends, Technologie, Handel, Wissenschaft, Klimawandel, Industrie, Finanzen

Artikeltext ThyssenKrupp verhandelt über den Verkauf seiner Stahlsparte an Jindal Steel – ein Deal, der massive Investitionen in die grüne Stahlproduktion bringen könnte. Die Gespräche, die Mitte September 2025 begannen, führen die indische Jindal Steel and Power als potenziellen Käufer. Parallel arbeitet ThyssenKrupp Nucera mit dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Elektrolyseur-Technologie für den industriellen Einsatz voranzutreiben.

Im Mittelpunkt der Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp und Jindal Steel steht der Verkauf der Stahlaktivitäten des deutschen Konzerns. Jindal Steel hat bereits bis zu 2 Milliarden Euro für das „Green-Steel“-Werk von ThyssenKrupp in Duisburg zugesagt. Sollte der Deal perfekt werden, wäre dies ein Meilenstein für die europäische Stahlbranche.

Unabhängig davon haben ThyssenKrupp Nucera und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) im Frühjahr eine Pilotanlage in Betrieb genommen. Dort werden Festoxid-Elektrolysezellen (SOEC) produziert, die große Mengen hochwertiger Stacks herstellen können. Das IKTS forscht seit 25 Jahren an Hochtemperatur-Elektrolyseuren – die neue Technologie soll energieintensiven Branchen wie der Stahlherstellung zugutekommen. Durch die Wiederverwendung von abgetrenntem CO₂ und Abwärme könnten die Elektrolyseure Emissionen senken und die Effizienz steigern.

Die Innovation ist für den Thüringer Innovationspreis in der Kategorie „Licht und Leben“ nominiert. Branchenanalysten prognostizieren zudem ein starkes Wachstum im Elektrolyseur-Markt: Bis 2030 könnte die globale Kapazität auf 80 Gigawatt steigen, wobei SOEC-Anwendungen allein etwa 10 Prozent davon ausmachen dürften.

Ganz anders die Lage beim norwegischen Elektrolyseur-Hersteller Nel ASA: Das Unternehmen steht unter finanziellem Druck. Der Aktienkurs fiel zu Handelsbeginn am Montag auf 0,192 Euro und rutschte damit unter die Marke von 0,20 Euro. Ohne neue Aufträge oder Durchbrüche droht ein historisches Tief.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der mögliche Verkauf der ThyssenKrupp-Stahlsparte an Jindal Steel könnte die Branche neu ordnen – besonders vor dem Hintergrund der geplanten 2-Milliarden-Investition in grüne Stahlproduktion. Fortschritte bei der SOEC-Technologie, gestützt auf jahrzehntelange Forschung, könnten die klimaneutrale Industrie weiter voranbringen. Doch Unternehmen wie Nel ASA zeigen: Ohne kontinuierliche Fortschritte oder finanzielle Absicherung bleibt der Weg zur Skalierung solcher Innovationen steinig.