25 February 2026, 12:22

Weimarer Kolleg schließt 2026 – was bedeutet das für Spätabiturienten in Thüringen?

Ein Plakat mit Text über die Verpflichtungen der Biden-Harris-Regierung gegenüber Studentendarlehen und College-Gebühren, darunter ein Logo unten.

Ministerium: Rechnungshof forderte Schließung der Thüringen-Kollegs - Weimarer Kolleg schließt 2026 – was bedeutet das für Spätabiturienten in Thüringen?

Weimarer Kolleg in Thüringen stellt ab 2026/2027 keine neuen Studierenden mehr ein

Das Weimarer Kolleg in Thüringen wird ab dem akademischen Jahr 2026/2027 keine neuen Studierenden mehr aufnehmen. Die Entscheidung folgt auf jahrelange rückläufige Studierendenzahlen und hohe Betriebskosten – die jährlichen Ausgaben belaufen sich auf rund eine Million Euro. Im letzten akademischen Jahr schlossen lediglich 25 Studierende ihr Studium ab, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.

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Die Probleme des Kollegs ziehen sich bereits seit über einem Jahrzehnt hin. Die Zahl der Studierenden hat sich nahezu halbiert, und im vergangenen Jahr bestanden nur neun von 27 eingeschriebenen Studierenden erfolgreich das Abitur. Diese geringen Abschlussquoten in Kombination mit den hohen laufenden Kosten veranlassten den Thüringer Rechnungshof, die Schließung zu empfehlen.

Das Ministerium bestätigte, dass aktuell eingeschriebene Studierende ihr Studium wie geplant abschließen können. Neueinschreibungen werden jedoch nach 2026 nicht mehr möglich sein. Für alle, die alternative Wege zum Abitur suchen, bietet Thüringen mehrere Optionen an. Das Thüringenkolleg bleibt die zentrale Einrichtung für Erwachsene, die die Hochschulreife in einem dreijährigen Bildungsgang nachholen möchten. Weitere Möglichkeiten bieten Abendgymnasien, Berufskollegs und Volkshochschulen, von denen einige auch Absolventen einer beruflichen Ausbildung ansprechen.

Zusätzlich ermöglichen Fernlehrgänge eine flexible Lösung für Lernende, die nicht vor Ort teilnehmen können.

Die Schließung markiert das Ende eines langen Niedergangs des Kollegs. Angesichts der jährlichen Kosten von etwa einer Million Euro und schrumpfender Studierendenzahlen zielt die Entscheidung darauf ab, Ressourcen effizienter einzusetzen. Erwachsene in Thüringen werden weiterhin die Möglichkeit haben, das Abitur über etablierte alternative Bildungswege zu erwerben.