Weimarer Workshop sucht Lösungen für den Wiederaufbau Syriens aus Trümmern
Adriana HaufferWeimarer Workshop sucht Lösungen für den Wiederaufbau Syriens aus Trümmern
Zwei-Tage-Workshop in Weimar: Experten diskutieren über den Wiederaufbau Syriens
Vom 24. bis 25. April 2025 kommt in Weimar eine Fachrunde zusammen, um sich mit den Herausforderungen des Wiederaufbaus in Syrien auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Wiederverwertung wertvoller Materialien aus kriegszerstörten Gebäuden. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – darunter auch Vertreter der Vereinten Nationen.
Die Initiative entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Syrien vor der gewaltigen Aufgabe steht, über zwei Millionen zerstörte Gebäude wiederaufzubauen, die größtenteils aus Beton und Stahl bestehen. Die Organisatoren hoffen, dass die Diskussionen den Weg für eine größere Konferenz in Syrien noch in diesem Jahr ebnen werden.
Der anhaltende Konflikt in Syrien hat riesige Mengen an Schutt hinterlassen: Mindestens zwei Millionen Gebäude sind beschädigt oder zerstört. Viele dieser Strukturen enthalten Beton und Stahl – Materialien, die für den Wiederaufbau wiederverwendet werden könnten. Der Workshop in Weimar will erforschen, wie diese Ressourcen effizient und nachhaltig zurückgewonnen werden können.
Fachleute wie Prof. Dr. Aref Al-Swaidani, ein Spezialist für das Recycling von Baumaterialien, sehen in der Veranstaltung eine Chance für Vernetzung und Wissensaustausch. Er erkennt Potenzial in der Entwicklung praktischer Lösungen für die städtebauliche Erholung Syriens. Unterdessen zeigt sich Prof. Tom Lahmer, Dekan der Fakultät für Architektur und Umwelt an der Bauhaus-Universität Weimar, optimistisch für die Zukunft des Landes und betont die Notwendigkeit nachhaltiger Ansätze.
Auf dem Programm stehen auch technische und politische Hürden bei der Bewältigung von Bauschutt. Die Teilnehmer werden Recyclingstrategien erarbeiten, die auf die Bedürfnisse Syriens zugeschnitten sind. Der Workshop dient als Vorbereitung für eine wissenschaftliche Konferenz, die für Ende 2025 in Syrien geplant ist und von internationalen Organisationen wie GORD, iiSBE, UNDP und UN-Habitat unterstützt wird.
Frühere internationale Initiativen, etwa die Pariser Konferenz im Februar 2025 oder der "Tag des Dialogs mit der syrischen Zivilgesellschaft" im November 2025, erhielten breite Unterstützung von EU, UN und regionalen Akteuren. Zwar wurden für die anstehende Konferenz noch keine konkreten Partner genannt, doch der Weimarer Workshop markiert einen Schritt in Richtung abgestimmter Maßnahmen.
Die Veranstaltung in Weimar soll die Grundlage für langfristige Wiederaufbaupläne in Syrien legen. Durch den Fokus auf Recycling und nachhaltige Praktiken will man aus Kriegstrümmern nutzbare Ressourcen machen. Die Ergebnisse könnten künftige Politiken und Projekte für den Wiederaufbau syrischer Städte prägen.
