20 June 2026, 18:08

Wirtschaftsexpertin Schnitzer fordert radikale Reformen und Streichung der Gastronomie-Steuererleichterung

Schnitzer fordert Abschaffung der VAT-Kürzung in der Gastronomie

Wirtschaftsexpertin Schnitzer fordert radikale Reformen und Streichung der Gastronomie-Steuererleichterung

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat vor den wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands gewarnt. Die Wirtschaftsprofessorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München forderte umfassende Reformen sowie die Rücknahme des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie.

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Zu Jahresbeginn hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer für den Gastgewerbesektor gesenkt. Die Maßnahme sollte eigentlich ländliche Gasthäuser entlasten, kam jedoch vor allem großen Ketten wie McDonald’s und Burger King zugute. Die Steuererleichterung belastet die Steuerzahler nun mit jährlichen Kosten von rund 3,4 Milliarden Euro.

Schnitzer drängt die Behörden, den ermäßigten Steuersatz abzuschaffen. Zudem kritisierte sie die vernachlässigte Infrastruktur Deutschlands und die Neigung des Landes, über seine Verhältnisse zu leben. Ihre Forderungen nach mutigen Reformen fallen in eine Phase, in der die Ampelkoalition plant, Subventionen schrittweise abzubauen – darunter auch die Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff.

In der Außenpolitik äußerte sie Skepsis gegenüber einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. Schnitzer zweifelt daran, dass ein solches Abkommen Bestand hätte oder der deutschen Wirtschaft spürbaren Aufschwung bringen würde.

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz bleibt vorerst bestehen und kostet die Steuerzahler jährlich Milliarden. Schnitzers Vorschläge zielen auf Haushaltsdisziplin und strukturellen Wandel ab. Ihre Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit langfristiger Wirtschaftsplanung statt kurzfristiger Lösungen.

Quelle