29 December 2025, 00:21

Wolfram Weimers vergessener Gedichtband „Kopfpilz“ taucht nach 40 Jahren wieder auf

Ein Gedicht steht im Vordergrund, mit einer Frau, die unter einem Baum im Hintergrund steht, vor einem Nachthimmel voller Sterne und einem Mond.

Wolfram Weimers vergessener Gedichtband „Kopfpilz“ taucht nach 40 Jahren wieder auf

Ein längst vergessener Gedichtband des aktuellen Staatsministers für Kultur in Deutschland ist nach fast 40 Jahren wieder aufgetaucht. "Kopfpilz" – von Wolfram Weimer im Alter von 21 Jahren verfasst – wurde im November von den Podcastern Dax Werner und Moritz Hürtgen entdeckt. Der derbe Stil und die expliziten Inhalte des Buches stehen in krassem Gegensatz zu den späteren konservativen Schriften des Ministers.

Weimer veröffentlichte "Kopfpilz" 1986 im Selbstverlag unter seinem eigenen Namen. Das Cover zeigt drei schreiende Köpfe im Stil von Edvard Munchs "Der Schrei". Die Gedichte im Inneren variieren stark in Ton und Qualität – manche enthalten drastische Beschreibungen von Sex und Gewalt.

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Das Buch geriet in Vergessenheit, bis Werner und Hürtgen zufällig auf ein Exemplar in einem Münchner Bücherregal stießen. In ihrem Podcast "Bohniger Wachmacher" machten sie das Werk einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Originalausgaben sind mittlerweile kaum noch aufzutreiben, obwohl ein inzwischen beendetes eBay-Angebot darauf hindeutet, dass noch einige Exemplare existieren könnten. Weimers frühe Lyrik hat wenig gemeinsam mit seinen späteren Sachbüchern wie "Warum die Rückkehr der Religion eine gute Sache ist" oder dem "Konservativen Manifest"