26 April 2026, 12:14

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen": Ein Buch zeigt unbekannte Perspektiven des jüdischen Lebens

Altes Buch mit hebräischem Text auf einem schwarzen Hintergrund, beschriftet mit "Jüdisches Pessachfest".

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen": Ein Buch zeigt unbekannte Perspektiven des jüdischen Lebens

Ein neues Buch mit dem Titel "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" wirft einen tieferen Blick auf das jüdische Leben im Land. Die Autoren Joshua Schultheis und Mascha Malburg hinterfragen die eingeschränkte Wahrnehmung jüdischer Menschen, die oft nur im Kontext der Holocaust-Gedenkveranstaltungen oder des Nahostkonflikts thematisiert werden. Mit ihrem Werk möchten sie das Verständnis erweitern, indem sie persönliche Geschichten aus der Community selbst teilen.

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Joshua Schultheis, politischer Redakteur bei der "Jüdischen Allgemeinen", und Mascha Malburg, Forscherin in den Bereichen Politikwissenschaft und Soziologie, haben das Buch gemeinsam verfasst. Malburg setzte sich in ihrer akademischen Arbeit zuvor mit den Theorien Hannah Arendts auseinander. Für ihr neues Projekt führten sie Gespräche mit acht Jüdinnen und Juden, die jeweils unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven einbringen.

Die Gespräche wurden von Dinah Riese moderiert, die die Inlandsressort-Leitung unserer Website verantwortet. Das im Hentrich & Hentrich Verlag erschienene Buch geht über enge Klischees hinaus und zeigt, wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland ist – weit über das hinaus, was öffentliche Debatten oft suggerieren.

Die öffentliche Aufmerksamkeit für jüdische Gemeinschaften konzentriert sich meist nur auf bestimmte Momente, etwa bei Gedenkveranstaltungen für NS-Opfer oder in Diskussionen über die Spannungen zwischen Israel und Palästina. Die Autor:innen betonen, dass es entscheidend ist, den Alltagsstimmen jüdischer Menschen zuzuhören, um ihre Anliegen und ihren Platz im heutigen Deutschland wirklich zu verstehen.

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen" präsentiert eine Bandbreite an Perspektiven, die außerhalb der Community selten gehört werden. Durch die persönlichen Erzählungen widerlegt das Buch die eindimensionalen Darstellungen, die die öffentliche Diskussion prägen. Erhältlich ist es nun über den Hentrich & Hentrich Verlag und bietet Leser:innen die Möglichkeit, jüdische Erfahrungen direkt kennenzulernen.

Quelle