Zalando schließt Erfurt-Standort – 2.700 Arbeitsplätze in Gefahr
Zalando schließt Standort in Erfurt – 2.700 Jobs betroffen
Die Schließung des Zalando-Standorts in Erfurt trifft rund 2.700 Mitarbeiter:innen und hat Proteste ausgelöst. Die Spannungen zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung haben sich dadurch weiter verschärft. Zusätzlich befeuert die Kontroverse um die 60-Millionen-Euro-Fußballsponsoring-Verträge des Konzerns den Konflikt.
Hinter der Standortschließung stehen wirtschaftliche Gründe: Das Unternehmen will Überkapazitäten abbauen und langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Seit Wochen protestieren die Beschäftigten in Erfurt gegen die geplante Schließung. Gleichzeitig verhandelt der Betriebsrat mit Zalando über Sozialpläne für die betroffenen Mitarbeiter:innen.
Die Gespräche zwischen beiden Seiten waren zeitweise festgefahren, wurden aber Ende Mai wiederaufgenommen. Tony Krause, Vorsitzender des Betriebsrats, wirft dem Unternehmen vor, falsche Prioritäten zu setzen – etwa durch das teure Fußball-Engagement auf Kosten der Arbeitsplatzsicherheit. Zalando verteidigt das Sponsoring und argumentiert, es schaffe Zusammenhalt und sei „mehr als nur Sport“.
Die Schließung des Standorts ist Teil eines Sparprogramms. Während die Verhandlungen über Abfindungen weiterlaufen, steht für etwa 2.700 Beschäftigte die Zukunft auf dem Spiel. Der Streit zeigt, wie groß die Kluft zwischen unternehmerischen Entscheidungen und den Sorgen der Belegschaft geworden ist.






