25 April 2026, 14:14

Zufit Simon bricht mit The Fight Club beim Best OFF Festival radikal auf

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in harmonischen Posen.

Zufit Simon bricht mit The Fight Club beim Best OFF Festival radikal auf

Choreografin Zufit Simon eröffnet das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover am 23. April mit ihrer neuesten Arbeit The Fight Club

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Mit dem Stück vollzieht die 1980 in Israel geborene Künstlerin einen kühnen Bruch in ihrem künstlerischen Schaffen – diesmal mit Fokus auf Kampf und maskuline Energie. Seit 25 Jahren prägt Simon die zeitgenössische Tanzszene in Deutschland und hat sich als eine ihrer prägendsten Stimmen etabliert.

Ihr Karrierebeginn war vielversprechend: Schon 2005 gewann ihr Debüt-Solo fleischlos den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ihr Werk weiter – hin zu unstrukturierten Bewegungen, vokalen Experimenten und technischen Verzerrungen, wie in ihrem Solo Foams (2019) zu sehen. Kritiker vergleichen ihre Choreografien oft mit der molekularen Küche: präzise, reduziert, doch von großer Tiefe.

Jahre lang feierten ihre Stücke im LOT Theater in Braunschweig Premiere, einem zentralen Ort für experimentelle Performances. Doch 2024 musste das Haus aus finanziellen Gründen schließen. Bereits 2016 hatte Simon einen Rückschlag erlitten, als das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur ihre konzeptionelle Förderung strich. Dennoch blieb ihr die artblau Tanzwerkstatt unter Dietrich Oberländer in Braunschweig eine wichtige Stütze.

2025, mit 45 Jahren, wurde ihr schließliche der Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk zuerkannt. Mit The Fight Club wendet sie sich nun roher Körperlichkeit und Aggression zu – ein radikaler Kontrast zu ihren früheren, abstrakteren Arbeiten.

Die Uraufführung ihres neuen Stücks beim renommierten Independent-Theaterfestival unterstreicht Simons Bedeutung für die deutsche Tanzavantgarde. Die Festivaleröffnung am 23. April wird ihre jüngste kreative Wende präsentieren. Gleichzeitig bleibt ihr jahrzehntelanger Einfluss auf den Tanz durch Auszeichnungen und ihr Vermächtnis in der experimentellen Performance ungebrochen.

Quelle