Zukunft von Old Texas Town in Spandau: Verhandlungen gescheitert – Räumung droht
Adriana HaufferZukunft von Old Texas Town in Spandau: Verhandlungen gescheitert – Räumung droht
Verhandlungen über die Zukunft von Old Texas Town in Berlins Bezirk Spandau gescheitert
Die Gespräche über die Zukunft des Old Texas Town im Berliner Ortsteil Spandau sind ohne Einigung beendet worden. Der Streit dreht sich um die Eigentümerin der Fläche, die Firma Dr. Aldinger & Fischer, und das örtliche Bezirksamt. Eine Kompromisslösung für die Entwicklung des Western-Themenparks an der Paulsternstraße konnte nicht gefunden werden.
Dr. Aldinger & Fischer hatte eine fünfjährige Übergangsregelung für das Gelände vorgeschlagen. Das Bezirksamt Spandau lehnte dies ab und bot stattdessen eine längere Frist von zwölf Jahren an, die später auf acht Jahre reduziert wurde. Das Unternehmen war jedoch nicht bereit, über sein ursprüngliches Angebot von fünf Jahren hinauszugehen.
Das Bezirksamt betont, im Verlauf der Verhandlungen erhebliche Zugeständnisse gemacht zu haben. Zudem bestätigte es, dass keine Änderungen am Bebauungsplan von 2012 geplant seien, der eine gewerbliche Nutzung des Geländes nicht zulässt. Die Forderung der Eigentümer nach einer mittelfristigen kommerziellen Nutzung bleibt damit weiterhin durch die geltenden Vorschriften blockiert.
Der Verein Old Texas Town hatte gehofft, auf dem Gelände bleiben zu können, doch der Pachtvertrag ist bereits abgelaufen. Da keine Lösung in Sicht ist, wird die Eigentümerin nun eine Räumungsklage gegen den Verein einreichen. Das Bezirksamt besteht darauf, dass Planungsverlässlichkeit für alle Beteiligten gleichermaßen gelten müsse.
Das Scheitern der Verhandlungen lässt die Zukunft des Old Texas Town ungewiss. Die Eigentümerin wird rechtliche Schritte einleiten, um den Verein vom Gelände zu entfernen. Der aktuelle Bebauungsplan bleibt unverändert – eine gewerbliche Nutzung ist damit vorerst ausgeschlossen.






