93 Jahre "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck Deutschlands Schicksal besiegelte
Hilda Dussen vanIn der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - 93 Jahre "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck Deutschlands Schicksal besiegelte
21. März 1933 markierte eine Zeitenwende in der deutschen Geschichte. Als "Tag von Potsdam" bekannt, symbolisierte dieses Ereignis den Übergang von der Weimarer Republik zur nationalsozialistischen Herrschaft. Eine jüngste Gedenkveranstaltung in der Potsdamer Garnisonkirche erinnerte an den 93. Jahrestag – einen Moment, der sich tief ins nationale Gedächtnis eingebrannt hat.
An jenem Tag im Jahr 1933 trafen sich Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg in der Garnisonkirche. Ihr Händedruck, in Fotografien festgehalten, wurde zu einem der prägendsten Bilder von Deutschlands Abgleiten in die Diktatur. Das Ereignis gilt weithin als Geburtsstunde des "Dritten Reiches" und besiegelte die Machtübernahme der Nationalsozialisten.
Die Garnisonkirche selbst ist von tiefer Symbolkraft. 1945 im Zweiten Weltkrieg durch ein Feuer zerstört, diente sie später als Ruinenkapelle, bevor die DDR-Regierung sie 1968 abriss. Nun wird ihr Turm wiederaufgebaut; die Kuppel soll nach Ostern 2026 fertiggestellt werden. Der Ort wird künftig als Mahnmal dienen – insbesondere für den "Tag von Potsdam". Für den 21. März 2026 ist dort eine Gedenkveranstaltung geplant.
Der Wiederaufbau ist nicht ohne Kontroversen geblieben. Kritiker streiten darüber, wie der Ort diese dunkle Phase der Geschichte repräsentieren soll. Doch für viele bleibt die Kirche ein mächtiges Symbol für Deutschlands Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Die Gedenkfeier zum 93. Jahrestag in der Garnisonkirche lenkte die Aufmerksamkeit zurück auf den "Tag von Potsdam". Der wiedererrichtete Turm wird als sichtbare Erinnerung an die Ereignisse von 1933 stehen. Seine Rolle in der deutschen Erinnerungskultur stellt sicher, dass die Lehren dieser Zeit Teil der nationalen Debatte bleiben.






