16 March 2026, 16:16

Baden-Württemberg setzt 2025 auf regionalen Spargel – Importe brechen ein

Frische Spargelbündel auf einem Bauernmarkt zum Verkauf ausgestellt, mit einer Person im Hintergrund zwischen Bäumen, Gebäuden und unter einem klaren blauen Himmel.

Baden-Württemberg importiert weniger Spargel - Baden-Württemberg setzt 2025 auf regionalen Spargel – Importe brechen ein

Baden-Württemberg verzeichnet 2025 deutlichen Rückgang bei Spargelimporten

Im Jahr 2025 gingen die Spargelimporte in Baden-Württemberg deutlich zurück – um über 600 Tonnen. Der Rückgang hängt damit zusammen, dass heimische Landwirte früher als üblich mit der Ernte begannen und so die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen verringerten. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach regionalem grünem Spargel in den Geschäften der Region weiter an.

Insgesamt führte das Land 2025 rund 2.900 Tonnen Spargel ein, was einem Rückgang von 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Spanien, traditionell der größte Lieferant, stellte mit 52,1 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Importe. Weitere wichtige Herkunftsländer waren Mexiko (14,9 Prozent), Italien (10,4 Prozent), Peru (8,6 Prozent) und Griechenland (5,4 Prozent).

Auch die heimische Produktion ging leicht zurück: Die Erntemenge in Baden-Württemberg sank um etwa zwei Prozent auf 8.442 Tonnen. Da die Landwirte früher als sonst mit dem Stechen begannen, konnte die Nachfrage weitgehend ohne zusätzliche Importe gedeckt werden. Der Rückgang der spanischen Lieferungen könnte zudem mit den schweren Überschwemmungen und Ernteausfällen dort im Jahr 2024 zusammenhängen.

Trotz des allgemeinen Importrückgangs verzeichneten Händler eine wachsende Beliebtheit von regionalem grünem Spargel. Der Pro-Kopf-Verbrauch in der Region ging jedoch leicht zurück.

Die Entwicklung spiegelt sowohl veränderte Wetterbedingungen als auch eine stärkere Vorliebe für regionale Produkte wider. Da die Ernte früher beginnt und die spanischen Lieferungen beeinträchtigt sind, hat sich der Spargelmarkt in Baden-Württemberg angepasst. Der Trend deutet auf eine mögliche langfristige Verringerung der Importabhängigkeit bei diesem Grundnahrungsmittel hin.

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