07 April 2026, 08:11

Baugewerbe-Ost: Löhne steigen stärker als im Westen – historischer Tarifdurchbruch

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Baugewerbe-Ost: Löhne steigen stärker als im Westen – historischer Tarifdurchbruch

Löhne im ostdeutschen Baugewerbe steigen um 5,3 Prozent – und übertreffen damit den Anstieg im Westen um 3,9 Prozent. Die Einigung markiert einen historischen Wandel nach 35 Jahren Wiedervereinigung und setzt erstmals das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" bundesweit durch.

Der Durchbruch folgt einem fast dreiwöchigen Streik unter Führung der Gewerkschaft IG BAU. Die Beschäftigten hatten ein Ende der jahrzehntelangen Ungleichbehandlung zwischen Ost- und Westbeschäftigten gefordert. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU, bezeichnete das Ergebnis als "historischen Meilenstein" für mehr Gerechtigkeit in der Branche.

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Die neuen Löhne sollen die seit Langem bestehende Lohnlücke zwischen den beiden Regionen schließen. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027 und umfasst rund 920.000 Bauarbeiter bundesweit. Davon sind über 600.000 in Westdeutschland beschäftigt. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung erhalten Bauarbeiter in ganz Deutschland gleichen Lohn. Der stärkere Anstieg im Osten spiegelt die Bemühungen wider, historische Unterschiede auszugleichen. Die Änderungen gelten bis zum Auslaufen der Vereinbarung 2027.

Quelle