Berlin dominiert den Sport – nur im Fußball bleibt die Hauptstadt stumm
Adriana HaufferBerlin dominiert den Sport – nur im Fußball bleibt die Hauptstadt stumm
Berlin beherrscht den deutschen Sport – nur nicht im Fußball
In fast allen Disziplinen ist die Hauptstadt die unangefochtene Nummer eins – doch im Fußball spielt Berlin nach wie vor nur eine Nebenrolle. Während die Teams der Stadt in dieser Saison in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey die höchsten Weihen einfahren, bleibt die Bundesliga eine Domäne, in der die Hauptstadt kaum Gewicht hat.
Der jüngste Volleyball-Titel ist bereits der zehnte in Folge für Berlin. Die BR Volleys sicherten sich den Sieg in Lüneburg vor einer kleinen, aber leidenschaftlichen Gruppe von etwa 50 mitgereisten Fans. Gleichzeitig erreichte das Handball-Team der Füchse das Halbfinale der Champions League und festigte damit Berlins sportliche Vorherrschaft.
Im Eishockey holte sich das Hauptstadtteam zum fünften Mal in sechs Jahren den nationalen Meistertitel. Auch die Basketballer von Alba Berlin stehen kurz vor den Playoffs der Bundesliga und halten die Siegesserie der Stadt am Laufen. Doch während Berlin in all diesen Sportarten dominiert, sieht es im Fußball ganz anders aus.
Hertha BSC gewann die Meisterschaft zuletzt 1931 – fast 95 Jahre her. Union Berlin hat zwar den Klassenerhalt geschafft, doch um den Titel kämpft keiner der beiden Vereine. Experten führen den Erfolg der anderen Berliner Spitzenmannschaften auf stabile Führungsstrukturen zurück.
Berlins sportliche Erfolgsgeschichte reicht weit über den Fußball hinaus. Mit Titeln in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey ist die Stadt eine feste Größe im deutschen Sport. Doch die Bundesliga bleibt eine Ausnahme – hier kämpfen die Hauptstädter weiterhin um Anerkennung.






