20 March 2026, 06:14

Berlin oder Bonn? Wie der Regierungs-Doppelstandort Steuergelder verschlingt

Detailierte alte Karte von Bonn, Deutschland, zeigt Straße, Gebäude und Landmarken mit sichtbarem Text.

Mehr als 10 Millionen Euro für die Berlin-Bonn-Teilung - Berlin oder Bonn? Wie der Regierungs-Doppelstandort Steuergelder verschlingt

Die deutsche Bundesregierung gab im vergangenen Jahr mehr als 10,3 Millionen Euro aus, um Standorte in Berlin und Bonn zu unterhalten. Im Vergleich zu 2023 stieg diese Summe um 1,2 Millionen Euro. Auch die Reisekosten für Amtsträger kletterten deutlich und erreichten allein 2024 über 5,9 Millionen Euro.

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Sechs der 16 Bundesministerien haben ihren Hauptsitz noch immer in Bonn. Die übrigen neun, die in Berlin ansässig sind, betreiben in der ehemaligen Hauptstadt Zweigniederlassungen. Diese Aufteilung geht auf das Berlin/Bonn-Gesetz zurück, das Regierungsfunktionen zwischen beiden Städten aufteilt.

Die Reiseausgaben der Beamten stiegen 2024 um 15,3 Prozent. Verantwortlich dafür sind mehr Dienstreisen sowie höhere Preise für Transport und Unterkünfte. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Ministeriumsmitarbeiter in Bonn weiter. Heute arbeitet nur noch jeder vierte Bundesbedienstete dort, da immer mehr Stellen nach Berlin verlegt werden.

Der Doppelstandort kostet die Steuerzahler mittlerweile jährlich über 10 Millionen Euro. Die Reisekosten steigen dabei schneller als die Inflation und belasten den Haushalt zusätzlich. Angesichts der schrumpfenden Belegschaft in Bonn bleibt die langfristige Zukunft dieses Systems ungewiss.

Quelle