Berlin testet Cluster-Wohnungen: Gemeinschaftsleben mit Privatsphäre im Quartier Lilienthal
Adriana HaufferBerlin testet Cluster-Wohnungen: Gemeinschaftsleben mit Privatsphäre im Quartier Lilienthal
Berlins Wohnungsmarkt erprobt ein neues Modell für gemeinschaftliches Wohnen. Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte hat die Anmeldungen für ihre ersten Cluster-Wohnungen im Projekt Quartier Lilienthal in der Köpenicker Straße eröffnet. Das Vorhaben verbindet privaten Rückzugsraum mit gemeinschaftlichem Wohnen und bietet Stadtbewohnern damit eine innovative Alternative.
Die Cluster-Wohnungen richten sich an Gruppen, die bereits einen gemeinsamen Haushalt führen. Interessierte Mieter müssen sich gemeinsam über ein Online-Formular bewerben. Für diejenigen, die noch keine Wohngemeinschaft haben, hat die WBM mit der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft eine Plattform zur Vermittlung von Mitbewohnern eingerichtet.
Jede Wohneinheit verfügt über private Schlafzimmer und Bäder, während Küchen, Wohnbereiche und Außenloggien gemeinsam genutzt werden. Eine Beispielwohnung in der Köpenicker Straße umfasst 205 Quadratmeter mit sieben Schlafzimmern, mehreren Bädern sowie einem kombinierten Ess- und Wohnbereich. Nach dem Einzug organisieren die Bewohner ihren Haushalt selbst – inklusive der Suche nach Nachmietern, falls jemand auszieht.
Die Bauarbeiten sollen bis Juli 2026 abgeschlossen sein; insgesamt sind acht Wohneinheiten geplant. Matthias Borowski, Pressesprecher der WBM, beschreibt das Modell als Antwort auf die sich wandelnden Wohnbedürfnisse Berlins – eine Mischung aus Unabhängigkeit und Gemeinschaft.
Das Quartier Lilienthal markiert den Einstieg der WBM in den Bereich Cluster-Wohnen. Die Anmeldungen laufen bereits, die Fertigstellung ist für Mitte 2026 vorgesehen. Das Projekt bietet eine attraktive Lösung für alle, die gemeinschaftliches Wohnen ohne Verzicht auf Privatsphäre suchen.






