09 May 2026, 22:09

Biennale Venedig 2025: "In Moll" zwischen Kunstskandal und Jury-Boykott

Plakatankündigung für ein Klavierkonzert in Venedig, Italien, mit einer Illustration von Gebäuden, Wasser und einer Säule mit Text.

Biennale Venedig 2025: "In Moll" zwischen Kunstskandal und Jury-Boykott

Die 61. Biennale Venedig eröffnet mit dem Thema „In Moll“

Am 13. Mai 2025 hat die 61. Biennale Venedig unter dem Motto „In Moll“ ihre Tore geöffnet. In diesem Jahr präsentiert die Ausstellung 100 nationale Pavillons, 111 Künstler:innen sowie 31 Begleitausstellungen in der gesamten Stadt. Doch bereits in den ersten Wochen wurde die Veranstaltung von Kontroversen überschattet – ein Jury-Boykott und prominente Rücktritte trübten die Eröffnung.

Mit einem ambitionierten künstlerischen Programm startete die Biennale, darunter der portugiesische Beitrag „RedSkyFalls“ von Alexandre Estrela, der im Palazzo Fondaco Marcello zu sehen ist. Auch Brasilien und Osttimor stärken die lusophone Präsenz und unterstreichen die globale Ausrichtung des Events. Russland, das 2022 und 2024 nicht vertreten war, kehrt mit „Der Baum hat seine Wurzeln im Himmel“ zurück – eine Rückkehr, die Debatten über die Teilnahme des Landes neu entfacht.

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Noch vor der Eröffnung hatte eine internationale Jury einen Boykott gegen Länder angekündigt, deren Vertreter:innen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt sind. Betroffen waren Israel und Russland, was zu scharfer Kritik seitens der Biennale-Stiftung und der italienischen Regierung führte. Alle fünf Jurymitglieder traten daraufhin zurück, woraufhin die Organisator:innen die Verleihung der Goldenen Löwen verschieben mussten. Stattdessen wird in diesem Jahr der neu eingeführte „Publikumslöwe“ – eine von Besucher:innen gewählte Auszeichnung – herausragende Werke würdigen.

Die Biennale läuft bis zum 22. November 2025; die abschließende Preisverleihung ist für den letzten Tag geplant.

In diesem Jahr hat sich die Biennale zu einem Brennpunkt künstlerischer Innovation und politischer Spannungen entwickelt. Der Jury-Boykott und die Rücktritte veränderten den Vergabeprozess der Preise, während Russlands Rückkehr und die erweiterte lusophone Repräsentation neue Facetten hinzufügen. Den Abschluss bildet die Bekanntgabe der Gewinner:innen – darunter auch die neu geschaffenen „Publikumslöwen“.

Quelle