03 April 2026, 04:11

Brandanschläge in Leibertingen: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der muslimischen Amerikaner zeigt, die seit dem 11. September an gewaltsamen Extremismus beteiligt waren, mit begleitendem erklärendem Text.

Brandanschläge in Leibertingen: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Ein 23-jähriger Mann muss sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten, nachdem er in Leibertingen (Baden-Württemberg) eine Serie von Brandanschlägen verübt haben soll. Tobias K. gestand, mit Molotowcocktails das Haus eines Unternehmers, ein Wohngebäude sowie Einsatzkräfte angegriffen zu haben. Der Prozess vor dem Landgericht Hechingen begann diese Woche; das Urteil wird Mitte April erwartet.

Die Taten ereigneten sich im vergangenen Oktober. Tobias K. soll demnach mit einem Molotowcocktail das Auto von Michael K., einem Unternehmer und ehemaligen lokalen AfD-Politiker, in Brand gesetzt haben. Ermittlern zufolge warf er anschließend einen weiteren Brandsatz auf ein benachbartes Wohngebäude, in dem sich zu diesem Zeitpunkt sechs schlafende Personen befanden.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart geht von einem farblinks-extremistischen Hintergrund der Taten aus. Zwar räumte Tobias K. ein, Mitglied der Linkspartei zu sein, betonte jedoch, nicht aktiv in der Partei tätig gewesen zu sein. Die Behörden stellten zudem fest, dass er zwar keine direkten Online-Verbindungen zu extremistischen Gruppen aufwies, jedoch Beiträge von Umwelt- und linkspolitischen Accounts teilte.

Dem Angeklagten wird darüber hinaus vorgeworfen, einen Molotowcocktail auf die am Tatort eingetroffenen Polizeibeamten und Feuerwehrleute geworfen zu haben. Während der Verhandlung zeigte sich Tobias K. reumütig, äußerte Bedauern für seine Taten und erklärte, er wolle sich bei den Betroffenen entschuldigen.

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Die Verhandlungen sind auf vier separate Termine angesetzt; die Plädoyers und das Urteil werden für Mitte April erwartet. Das Gericht muss klären, ob Tobias K. sich des versuchten Mordes schuldig gemacht hat und ob politische Motive eine Rolle spielten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine erhebliche Haftstrafe. Der Fall sorgt aufgrund der Schwere der Vorwürfe und des mutmaßlichen extremistischen Hintergrunds für Aufsehen.

Quelle