Carbonbeton revolutioniert die Bauindustrie: Pilotanlage in Leipzig startet
Reingard FaustCarbonbeton revolutioniert die Bauindustrie: Pilotanlage in Leipzig startet
Großprojekt zur industriellen Produktion von carbonbewehrtem Beton offiziell gestartet
An der TU Dresden ist ein neues Vorhaben an den Start gegangen, das carbonbewehrten Beton in die Großserienfertigung bringen soll. Die Initiative, die im CUBE-Gebäude der Universität ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die Bauindustrie mit leichteren und gleichzeitig stabileren Materialien zu revolutionieren. Mit 14 Millionen Euro Bundesförderung knüpft das Projekt an jahrelange Vorarbeiten in diesem Bereich an.
Den Auftakt bildete eine Veranstaltung im Carbon Concrete CUBE auf dem Campus der TU Dresden. Bereits zuvor hatte sich carbonbewehrter Beton in Tests als deutlich überlegen gegenüber herkömmlichem stahlbewehrtem Beton erwiesen. Das Material ermöglicht schlankere, langlebigere Konstruktionen und reduziert den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent.
In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, die als Testumgebung für die industrielle Produktion dienen soll. Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, das gemeinsam mit der TU Dresden, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) sowie weiteren Industriepartnern an der Umsetzung arbeitet.
Das Projekt läuft bis Ende 2029. Gelingt der Durchbruch, könnte dies einen grundlegenden Wandel in der Planung und Errichtung von Betonbauwerken – in Deutschland und weltweit – einläuten.
Mit 14 Millionen Euro staatlicher Förderung rückt carbonbewehrter Beton der breiten Anwendung einen Schritt näher. Die Pilotanlage in Leipzig wird zeigen, ob die Technologie den Anforderungen der Industrie standhält. Bei Erfolg könnte das Material den Ressourcenverbrauch im Bausektor bis zum Ende des Jahrzehnts drastisch senken.






