CDU stellt strenge Sparpläne für Bergisch Gladbachs Haushalt 2026 vor
Hilda Dussen vanCDU stellt strenge Sparpläne für Bergisch Gladbachs Haushalt 2026 vor
Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach spitzen sich zu: CDU legt Vorschläge für den Entwurf 2026 vor
In Bergisch Gladbach nehmen die Haushaltsdebatten an Fahrt auf, nachdem die CDU ihre Pläne für den Entwurfshaushalt 2026 vorgelegt hat. Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt stehen Bereiche wie Schulen, Straßen und das Entwicklungsgebiet Zanders im Mittelpunkt. CDU-Fraktionschef Michael Metten fordert einen strikteren Sparkurs – darunter Kürzungen bei den Personalkosten und eine geringere Erhöhung der Grundsteuer als ursprünglich vorgesehen.
Der Haushaltsentwurf für 2026 sieht einen deutlichen Ausbau der Verwaltungsstellen vor: von 1.187 im Jahr 2020 auf 1.528 – ein Plus von 29 Prozent. Die CDU hingegen will die Personalkosten auf dem Stand von 2026 einfrieren und auf Neueinstellungen oder Gehaltserhöhungen verzichten, es sei denn, sie werden durch Einsparungen ausgeglichen. Priorität hat die Besetzung dringend benötigter Positionen, insbesondere im Straßenbau und in den Ordnungsbehörden.
Metten sieht Einsparpotenzial vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Diese Mittel könnten seiner Meinung nach sinnvoller eingesetzt werden. Zudem setzt er sich für eine ausgewogene Stadtplanung ein: So unterstützt er einen Wettbewerb für die Gestaltung der Stadthäuser, gleichzeitig soll jedoch eine Mischung aus Verkehrsmitteln – vom Auto bis zum ÖPNV – gewährleistet bleiben.
Bei der Grundsteuer lehnt die CDU die vorgeschlagene Erhöhung um 100 Punkte ab und plädiert stattdessen für einen Anstieg um 25 Punkte, um Einnahmeausfälle auszugleichen. Metten bezeichnet die Verhandlungen als "hart", was auch an der fehlenden formalen Koalitionsvereinbarung liege. Dennoch pflege er ein konstruktives Verhältnis zu Bürgermeister Marcel Kreutz, den er seit ihrer ersten Ratssitzung vor zehn Jahren kennt.
Mit einem klaren Wählerauftrag will die CDU den Haushalt maßgeblich prägen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt die Partei zwar aus, räumt aber ein, dass für manche Vorhaben möglicherweise deren Stimmen nötig sein könnten, um Mehrheiten zu sichern.
Der finale Haushalt wird zeigen, wie Bergisch Gladbach seine finanziellen Herausforderungen mit den dringend benötigten Leistungen in Einklang bringt. Die CDU-Vorschläge zielen darauf ab, das Ausgabenwachstum zu begrenzen, ohne dabei zentrale Bereiche wie Infrastruktur und Bildung zu vernachlässigen. Die anstehenden Entscheidungen zu Personal, Steuern und Stadtentwicklungsprojekten werden die Weichen für die kommenden Jahre stellen.






