20 March 2026, 18:10

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch und digitale Gewalt vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernster Miene und einer Frau, die verschmitzt in die Ferne blickt.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch und digitale Gewalt vor

Christian Ulmen, bekannter deutscher Komiker und Schauspieler, sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und in ihrer Identität Telefonsex geführt zu haben. Die Anschuldigungen haben eine Debatte über Ulmens frühe Arbeiten neu entfacht, die viele heute als tief misogyn einordnen.

Fernandes bezeichnete sein Handeln als "virtuelle Vergewaltigung" und einen schweren Eingriff in ihre Privatsphäre. Der Fall reiht sich ein in eine wachsende Liste von Vorwürfen, bei denen Frauen Männer in Machtpositionen der Misshandlung bezichtigen.

Sein Aufstieg begann in den mittleren 2000er-Jahren mit Mein neuer Freund, einer ProSieben-Realityshow, in der Ulmen als "schrecklicher Freund" ahnungslose Familien infiltrierte. Sein Verhalten war so extrem, dass Teilnehmerinnen die Sendung oft vorzeitig verließen – manchmal gegen eine Geldprämie. Kritiker werfen dem Format heute vor, unter dem Deckmantel der Unterhaltung Misogynie zu verbreiten.

Um 2010 moderierte er Wer will meine Freundin vögeln?, eine Gameshow, in der Männer um den Titel des Besitzers der "heißesten" Freundin wetteiferten. Aufgaben umfassten etwa das Einsammeln von Komplimenten Fremder oder das Zählen von Anmacheversuchen in einem Bordell. Die als frauenverachtend empfundene Prämisse sorgt rückblickend für massive Kritik.

Bekannt wurde Ulmen auch als Alexander von Eich, ein snobistischer Aristokrat, der ihm Kultstatus einbrachte. Doch sein komödiantisches Image wird nun im Licht von Fernandes' Vorwürfen neu bewertet. Als die Beziehung 2010 öffentlich wurde, fragten sich manche, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen mit einer "hübschen, aber austauschbaren" Viva-Moderatorin wie Fernandes zusammen sei – eine Aussage, die die abwertende Haltung gegenüber Frauen widerspiegelt, wie Ulmens Werk sie oft verstärkte.

Fernandes' Schilderungen erinnern an andere Fälle mutmaßlichen Machtmissbrauchs durch einflussreiche Männer. Die Überlebende Gisèle Pelicot prägte den Leitsatz "Die Scham muss die Seite wechseln" – ein Aufruf zur Rechenschaftspflicht. Die Vorwürfe deuten auf ein Muster hin, das über Ulmens Bühnenpersona hinausgeht.

Ihre Anschuldigungen zeichnen ein beunruhigendes Bild von Manipulation und Privatsphäre-Verletzungen und zwingen zu einer Neubewertung seiner Projekte, die viele heute als schädlich und ausbeuterisch betrachten. Wie die Unterhaltungsbranche darauf reagiert, könnte Maßstäbe für den Umgang mit ähnlichen Vorwürfen setzen.

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